[Rezension] Fast geschenkt (Hörbuch)

01. Oktober 2011 | 14:35 | Gehört

Titel: Fast geschenkt
Autorin: Sophie Kinsella
Übersetzerin: Marieke Heimburger
Sprecherin: Maria Koschny
Spieldauer: 03 Std. 11 Min. (gekürzt)


Wissenswertes

Fast geschenkt ist der zweite Band der Shopaholic Serie der britischen Bestseller-Autorin Sophie Kinsella, die vor allem mit der Reihe um Becky Bloomwood/Brandon große Erfolge feiert. Genau wie ihre Protagonistin war auch sie früher Wirtschaftsjournalistin und lebt mit ihrer Familie in London. Ihre ersten Werke veröffentlichte sie noch unter ihrem richtigen Namen Madeleine Wickham und enthüllte erst Jahre später, dass sie sich auch hinter dem Pseudonym Sophie Kinsella verbirgt.

Das Hörbuch wird von der deutschen Synchronsprecherin Maria Koschny gelesen, die viele vor allem als die deutsche Stimme von Jennifer Lawrence kennen dürften. Sie wird regelmäßig für Hörbuchproduktionen engagiert, darunter bisher zahlreiche Romane von Sophie Kinsella sowie die Die Tribute von Panem Reihe.

Inhalt

Zunächst scheint es als könnte es im Leben des Shopping-Victims Rebecca Bloomwood gar nicht besser laufen, wo doch ein Umzug nach New York mit ihrem Freund Luke Brandon ansteht und sie dort auch einen tollen neuen Job in Aussicht hat. Doch im Big Apple angekommen vergisst sie, mal wieder, all ihre guten Vorsätze und verfällt in einen Kaufrausch, ungeachtet ihres derzeitigen Kontostandes.

Genau diese Shopping-Tour wird ihr schließlich zum Verhängnis, denn sie wurde dabei von der britischen Presse beobachtet und photographiert. Der Medienrummel um die verschuldete Finanzexpertin, die es doch eigentlich besser wissen müsste, bleibt natürlich auch in den USA nicht unbemerkt, und plötzlich steht nicht nur Beckys Karriere, sondern auch ihre Beziehung mit Luke auf dem Spiel.

Wird es der naiven, aber charmanten Miss Bloomwood auch dieses Mal gelingen ihr Chaos wieder in geordnete Bahnen zu lenken?

Kritik

Obwohl man meinen sollte Becky Bloomwood hätte aus ihren Fehlern gelernt, wird auch im zweiten Teil der Shopaholic-Reihe wieder kräftig eingekauft – natürlich ohne überhaupt das Geld dafür zu haben. Auf Grund ihrer naiven, charmanten und sympathischen Art kann man es der Protagonistin aber einfach nicht übel nehmen, denn irgendwie versteht man sie auch. Wer würde nicht gerne mal in einen Kaufrausch verfallen ohne auf die Preise zu achten?

Aber trotz ihrer Kaufsucht, die sie offensichtlich immer wieder an den Rand des Ruins treibt, ist sie, kurz bevor alles zu spät ist, stets ernsthaft bemüht ihren Schuldenberg zu tilgen. Ab einem gewissen Punkt versucht sie nicht mehr sich herauszureden, sondern wird einsichtig und gelobt Besserung – zumindest für kurze Zeit.

Außerdem sorgen ihre Shoppingexzesse immer wieder für lustige Momente und bringen den Leser zum Schmunzeln. Der Humor kommt also auch in der Fortsetzung keinesfalls zu kurz. Auch aus diesem Grund ist man stets geneigt ihr ihre Naivität zu verzeihen.

Doch in dem zweiten Teil geht es nicht nur um ihr Konsumverhalten, sondern auch um ihre Beziehung zu Luke Brandon, die vor allem auf Seiten von Becky häufig von Unsicherheiten geprägt ist. Ihre Beziehung entwickelt sich, trotz einiger Konflikte und Krisen, aber weiter und das ist sehr schön zu beobachten. Obwohl die Beiden so unterschiedlich sind, passen sie dennoch sehr gut zusammen und ergänzen sich perfekt.
Lukes Sympathie steigt in diesem Teil, trotz einiger Momente, in denen er sich nicht besonders nett verhält, erheblich und man ist richtig bestürzt, als die Beziehung zwischen ihm und Becky ins Wanken gerät.

Das Ende ist der Autorin dann wieder besonders gut gelungen, denn es stellt den Leser nicht nur zufrieden, sondern rührt ihn und sorgt dafür, dass er das (Hör)Buch mit einem Lächeln auf dem Gesicht beendet.

Die Arbeit von Maria Koschny als Sprecherin kann man eigentlich wieder nur loben. Sie erweckt Becky Bloomwood mit ihrer Stimme richtig zum Leben und es macht in jeder einzelnen Sekunde Spaß ihr dabei zuzuhören. Die Ich-Perspektive sorgt natürlich auch in diesem Band, genau wie schon im vorherigen Teil, dafür, dass man sich gut in die Protagonistin hinein versetzen kann und das Gefühl hat, die Handlung von ihr erzählt zu bekommen und nicht einem vorgelesenen Text zu lauschen.

Fazit

Fast geschenkt ist, genau wie schon sein Vorgänger, ein amüsanter Hörgenuss, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Mit der Mischung aus humorvollen Szenen und charmanten Charakteren, wunderbar vorgetragen von Maria Koschny, kann Sophie Kinsella erneut überzeugen und macht einen neugierig auf die nächsten Teile!





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