[Rezension] 1000 beste Freunde

19. Januar 2018 | 14:55 | Gelesen

Titel: 1000 beste Freunde
Photograph: Elias Weiss Friedman
Originaltitel: The Dogist
Erstveröffentlichung: 2015
Übersetzer: Alfons Winkelmann


Wissenswertes

1000 beste Freunde ist ein Bildband mit Aufnahmen des us-amerikanischen Photographen Elias Weiss Friedman, der nach seinem Studium zunächst in einer großen Marketingagentur in New York arbeitete, ein paar Jahre später jedoch eine neue Herausforderung suchte und deshalb zu seinen großen Leidenschaften zurückkehrte: Hunde sowie Photographie. Bekanntheit erlangte er vor allem durch seinen mittlerweile äußerst beliebten Blog „The Dogist“, auf dem er nach wie vor täglich neue, interessante Hundeportraits veröffentlicht.

Kritik

1000 beste Freunde ist nicht nur ein sehr umfangreicher, sondern zugleich ein ausgesprochen vielseitiger Bildband von Elias Weiss Friedman rund um den besten Freund des Menschen.

Das Buch beginnt mit einem äußerst aufschlussreichen Vorwort des Photographen, in dem er unter anderem erzählt, was er an Hunden so sehr mag, wie er zum Hundephotograph wurde und wie sein Blog entstand. Außerdem spricht er darin all jenen aus der Seele, die schon einmal ihr geliebtes Haustier verloren haben und – mehr oder weniger – unfreiwillig keinen Vierbeiner (mehr) zu Hause haben. Ferner gibt er seinen Lesern ein paar Tipps für das Photographieren von Hunden und einen Überblick über seine aktuelle Ausrüstung.

Der Bildband enthält unzählige, unheimlich vielfältige und bemerkenswert ausdrucksstarke Portraits unterschiedlichster Hunde. Es sind die verschiedensten Größen, Farben und Altersgruppen vertreten, von niedlichen Welpen bis zu rüstigen Senioren, reinrassige Hunde ebenso wie schöne Mischlinge, wobei die Hunde natürlich selbst innerhalb einer bestimmten Kategorie stets total verschieden sind. Es gibt Nasen in allen Farben, einschließlich hellrosa – herzallerliebst! Das zeigt deutlich, wie mannigfaltig Hunde sein können. Selbst die Vertreter der gleichen Rasse sehen nie komplett identisch aus. Die Auswahl ist so groß, dass wirklich für jeden Hundeliebhaber etwas dabei ist.

Kein Bild gleicht dem anderen, was die Zusammenstellung sehr abwechslungsreich und definitiv nie langweilig macht. Viele Hunde schauen direkt in die Kamera, andere wurden beim Spielen oder mitten in der Bewegung abgelichtet. Es gibt Einzelaufnahmen ebenso wie Gruppenbilder. Die Vierbeiner zeigen die verschiedensten Gesichtsausdrücke, von süß bis schon ein wenig gruselig. Bei manchen könnte man wiederum fast meinen, dass sie einen anlächeln.

Es gibt Aufnahmen von Hunden mit Halskrausen, Schuhen oder aberwitzigen Kostümen. Manchmal werden die Photos nach bestimmten Merkmalen sortiert, die auf den dazugehörigen Bildern im Mittelpunkt stehen, beispielsweise Augen, Ohren, bellende Hunde, Arbeitshunde, Rudel, o.Ä.. Viele Schnappschüsse wurden draußen aufgenommen – auf dem Bürgersteig, im Park, am Strand, im Wald, auf der Wiese, im Schnee, etc.. Man findet Hunde mit Knochen, die beinahe größer sind als sie selbst, und gelegentlich sind auch einmal andere Tiere dabei, z.B. Vögel und sogar Wölfe.

Es gibt niedliche, witzige und skurrile Bilder. Manche bringen einen zum Schmunzeln, andere lassen einen über die jeweiligen Herrchen oder Frauen nur den Kopf schütteln. Der aufmerksame Betrachter wird einigen Hunde an mehreren Stellen im Buch begegnen und sogar die Hunde vom Einband ausfindig machen können. Nebenbei lernt man neue Rassen kennen, von denen man bisher vielleicht noch nie etwas gehört hat.

Im Unterschied zu vielen anderen Bildbänden, sind die Portraits von Elias Weiss Friedman in unterschiedlichsten Größen abgedruckt, von einem Hund auf einer Doppelseite bis zu sechzehn Aufnahmen auf einer Seite ist alles dabei. Jeder Vierbeiner wird namentlich aufgeführt, zudem wird immer wenigstens die Rasse des abgebildeten Tieres genannt, teilweise sogar noch das Alter, was durchaus interessante Informationen sind. Bei einigen Hunden wird einem darüber hinaus ein kurzer Einblick in deren aufregende Lebensgeschichten gewährt, die mitunter sehr bewegend sind. Im Register werden hinten letztlich noch einmal alle photographierten Rassen mit den dazugehörigen Seitenzahlen aufgelistet.

1000 beste Freunde ist also ein Bildband, für den man sich wirklich Zeit nehmen muss, weil es so viel zu sehen und zu entdecken gibt. Wer den Blog des Photographen (noch) nicht kennt, bekommt direkt Lust ihn sich einmal näher anzuschauen. Der eine oder andere wird ihm daraufhin sicher auf wenigstens einem seiner Kanäle folgen.

Fazit

1000 beste Freunde ist ein außerordentlich vielseitiger und abwechslungsreicher Bildband, der den besten Freund des Menschen aus verschiedensten Perspektiven zeigt und noch einmal verdeutlicht, dass Hunde mindestens genauso unterschiedlich sind wie ihre jeweiligen Besitzer.





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