[Rezension] Liebe Grüße von Paddington

25. Januar 2018 | 18:25 | Gelesen

Titel: Liebe Grüße von Paddington
Autor: Michael Bond
Originaltitel: Love from Paddington
Erstveröffentlichung: 2014
Übersetzerin: Tatjana Kröll


Wissenswertes

Liebe Grüße von Paddington ist ein Kinderbuch, illustriert von R.W. Alley und Peggy Fortnum, über den kleinen peruanischen Bären, den der britische Kinderbuchautor Michael Bond bereits 1958 ins Leben gerufen und nach dem gleichnamigen Bahnhof benannt hat. Mittlerweile wurde seine Buchreihe über Paddington weltweit in mehr als 40 Sprachen übersetzt.

Außerdem wurden die Geschichten rund um Paddington inzwischen bereits zweimal sehr erfolgreich als Komödie für die Kinoleinwand mit so bekannten Schauspielern wie Nicole Kidman, Hugh Grant, Sally Hawkins und Julie Walters adaptiert.

Inhalt

Paddington und seine Abenteuer sind inzwischen auf der ganzen Welt bekannt, doch nun kommt der kleine Bär aus Peru zum ersten Mal selbst zu Wort: In den zahlreichen Briefen, die er seiner geliebten Tante Lucy im Heim für Pensionierte Bären schreibt, erzählt er ihr von seinen spannenden Erlebnissen in der britischen Hauptstadt – von seiner aufregenden Ankunft in London und der ersten Begegnung mit Familie Brown bis hin zu den vielen, interessanten Unternehmungen mit seinem besten Freund Mr Gruber …

Kritik

Liebe Grüße von Paddington ist so zauberhaft, dass man es in einem Rutsch liest und folglich viel zu schnell beendet hat. Es eignet sich sowohl für Leser, die bereits Fans des kleinen Bären sind, als auch für solche, die es erst noch werden wollen. Erstere werden die eine oder andere Geschichte womöglich bereits kennen, allerdings nicht aus Paddingtons Perspektive, sodass es der Freude am Lesen definitiv keinen Abbruch tut.

Das Buch beginnt mit einem tollen Brief des Autors Michael Bond an seine Leser, gefolgt von einem Vorwort, das noch einmal kurz beschreibt, was zu der Trennung zwischen Paddington und seiner Tante Lucy geführt hat, die der Grund dafür ist, dass er ihr nun Briefe schreibt. Außerdem erfährt man, wie schwer auch Tante Lucy damals der Abschied von ihrem Neffen gefallen ist.

Im Anschluss findet man eine Reihe interessanter Briefe des liebenswerten Bären über seine ganzen Abenteuer in London vor, durch die man unter anderem erfährt, wie Paddington zu seinem (neuen) Namen kam oder wie er seinen besten Freund Mr Gruber kennenlernte. Zur Überraschung des Lesers erfährt man sogar von einem Besuch von Onkel Pastuzo.

Paddingtons Geschichten sind, wie gewohnt, ausgesprochen amüsant und bringen einen häufig zum Schmunzeln. Manches wusste man vielleicht schon, anderes war einem bisher gänzlich unbekannt. In jedem Fall ist es sehr schön einmal Paddingtons Sicht der Dinge zu erleben. Dabei wird vor allem eines wieder mehr als deutlich: Obschon der kleine Bär bisweilen ein ganz schönes Chaos anrichtet, sind seine Absichten stets die besten und letztlich wendet sich eigentlich immer alles zum Guten, weshalb man ihm einfach nicht böse sein kann.

Am Ende des Buches kommt schließlich noch Tante Lucy zu Wort und erzählt, woher ihre Schwäche für alles Britische stammt und warum sie ihren Neffen ausgerechnet nach London geschickt hat, was ebenfalls sehr interessant zu lesen ist.

Darüber hinaus enthält Liebe Grüße von Paddington viele, gelungene Illustrationen, sowohl von Peggy Fortnum, die die Originalgeschichten über den kleinen Bären bebildert hat, als auch von R.W. Alley, aus dessen Feder die schönen Zeichnungen in den Bilderbüchern stammen. Die Stile der beiden Illustratoren sind sehr unterschiedlich und als Leser hat man vermutlich relativ schnell einen klaren Favoriten; dennoch möchte man keine der Abbildungen missen, die die Geschichten so wunderbar veranschaulichen.

Fazit

Liebe Grüße von Paddington ist eine zauberhafte Ergänzung zu den vielen Abenteuern des kleinen Bären aus Peru und dank des sympathischen Helden sowie seiner unterhaltsamen Erlebnisse genau das richtige Buch, wenn man gerade etwas Aufheiterung vertragen kann.





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