Dez  21

[Lesung] Kerstin Gier

21. Dezember 2011 | 00:01 | Erlebt

Am 21. November war ich mal wieder auf einer Lesung, und zwar von einer Autorin, die in den letzten Jahren zu einem meiner Lieblinge avancierte: Kerstin Gier. Ich hatte mich schon Wochen vorher sehr auf diese Lesung gefreut und mit jeder Verschiebung des neuen Buches Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner stieg die Befürchtung, dass die Lesung wie schon bei Smaragdgrün im letzten Jahr wieder abgesagt würde. Dies war aber, zum Glück, nicht der Fall und der Erscheinungstermin des Buches wurde letztlich sogar noch einmal vorverlegt.

Um kurz nach 19 Uhr war es dann so weit und dank Vanessa hatte auch ich einen Platz in der ersten Reihe. Ich muss gestehen, dass ich zunächst etwas skeptisch war als ich hörte, Kerstin Gier selbst würde die ungekürzte Fassung des Hörbuches einlesen. Das änderte sich sofort als Frau Gier zu lesen begann, denn sie hat ganz fantastisch gelesen! Sie hat sogar so wundervoll gelesen und interpretiert, vor allem die verschiedenen Stimmen und Dialekte, dass ich nun unbedingt noch das Hörbuch hören möchte, obwohl ich mir vor der Lesung schon die gedruckte Version besorgt hatte. [Da hat Audible mir inzwischen aber einen schönen Strich durch die Rechnung gemacht, denn das von mir begehrte Hörbuch gibt es nur in Verbindung mit einem Abo. -.-] Ihre Art zu lesen und zu erzählen war so amüsant, dass ich vor Lachen fast vom Stuhl gefallen wäre, kaum noch Luft bekam und richtige Bauchschmerzen hatte.

Neben der Lesung gab es leider keinen Frageteil, sodass nicht wirklich die Möglichkeit bestand, der Autorin selbst Fragen zu stellen. Glücklicherweise hat Frau Gier aber trotzdem ab und zu das Lesen unterbrochen um ein paar Anekdoten zum Besten zu geben, die natürlich ebenfalls für einige Lacher sorgten. Sie erzählte z.B., dass sie oft gefragt würde, ob ihre Werke, insbesondere die darin vorkommenden Zufälle, autobiographisch oder frei erfunden seien, was sie stets verneinte um nicht verklagt zu werden. In Wirklichkeit sind ihr aber viele dieser Zufälle tatsächlich selbst widerfahren; sie hat sie also selbst „recherchiert“, wie sie es ausgedrückt hat. Beim Lesen des Buches hat sie auch immer mal wieder die Szenen kommentiert und uns gesagt, was sie davon nun „recherchiert“, also erlebt hat, was wirklich lustig war. Eigentlich konnte man schon fast Mitleid mit ihr haben als man erfuhr, was sie davon selbst durchmachen musste. Denn so lustig einige der Szenen beim Zuhören auch klingen mögen, ich hätte nicht in ihrer Haut stecken wollen!

Sie erzählte auch, dass sie immer eine esoterisch angehauchte Figur in ihre Romane einplanen müsse, weil sie deren Sprüche oder Weisheiten gern einbauen, aber nicht den Hauptfiguren in den Mund legen möchte. Außerdem war sie während und auch noch nach dem Schreiben des Buches verknallt in die beiden männlichen Protagonisten. ;)

Nach der Lesung, die natürlich viel zu schnell vorbei war, da man dieser netten, lebenslustigen und sympathischen Autorin noch stundenlang hätte zuhören können, konnte man sich dann noch Bücher signieren lassen. Bei mir waren das ausnahmsweise mal nur zwei, weil ich ein paar meiner Bücher von ihr schon in Leipzig signieren ließ und einige nur als Hörbuch von Audible gehört habe – und die kann man sich ja leider nicht signieren lassen. (Mein Smaragdgrün ist nun übrigens auch hinten signiert, weil ich schon wieder nicht richtig aufgepasst habe. *g*)

So, und zum Schluss muss ich jetzt noch etwas Dampf ablassen und leider noch etwas Negatives berichten, denn die (Vor)Freude auf die Lesung wurde schon gleich zu Beginn stark getrübt. Die Autorin wurde von Dussmann [das Kaufhaus, in dem die Lesung statt fand] angehalten, weniger zu lesen und sich zu beeilen, weil ein paar Leute stehen mussten. HALLO!? Geht’s noch?! Ich konnte echt nicht fassen, was ich da hörte. Dass Leute stehen mussten, liegt doch einzig und allein an Dussmann selbst, weil sie a) nur wenig Sitzplätze zur Verfügung gestellt haben und b) keine Karten vergeben/verkaufen, sodass so viele Leute an der Lesung teilnehmen können, wie eben an dem Abend kommen. Als Besucher weiß man vorher, dass es daher nach dem Prinzip „wer zuerst kommt, malt zuerst“ abläuft und wer dann stehen muss, hat halt Pech gehabt. Ich finde es wirklich unfair, die lange wartenden Zuhörer dann noch dafür zu bestrafen, indem man der Autorin weniger Zeit gibt. Das ist doch wirklich eine Frechheit! Wer nicht stehen will, muss entweder früher kommen oder wieder gehen, so einfach ist das. Und wenn Dussmann nicht will, dass Leute stehen, dann sollen sie eine begrenzte Anzahl an Karten/Plätzen verkaufen oder reservieren und nicht die Lesung verkürzen!

Nov  18

[Lesung] David Nicholls

18. November 2011 | 22:12 | Erlebt

Am 01. November 2011 las David Nicholls anlässlich des Filmstarts von Zwei an einem Tag in Berlin und als ich am Vortag zufällig davon erfuhr, hatte ich spontan beschlossen diese zu besuchen, nachdem ich mir per Anruf noch eine Karte reservieren konnte. Ich hatte zwar bis dahin noch nichts von ihm gelesen, aber durch die Verfilmung mit Anne Hathaway bin ich natürlich auch auf das Buch aufmerksam geworden und wollte diese Chance wahrnehmen.

Kurz vor 20 Uhr fand ich mich dann am Veranstaltungsort ein und konnte sogar noch einen Sitzplatz in der ersten Reihe ergattern, obwohl es schon recht voll war. Wenige Minuten später ging es dann pünktlich los und ich muss sagen, es war eine der amüsantesten oder vielleicht sogar die amüsanteste Lesung, bei der ich bisher war. David Nicholls und seine Art zu Erzählen sind einfach wahnsinnig lustig und charmant, sodass er die Zuhörer immer wieder zum Lachen gebracht hat. Er ist ein unheimlich sympathischer Mann, vor allem weil er sich selbst nicht zu ernst nimmt, so betonte er z.B. mehrfach, wie besser andere, größere Autoren ja seien und dass „richtige“ Autoren ja ganz anders schreiben würden als er. Außerdem hatte er eine sehr enthusiastische Art zu Erzählen, wobei er auch die Hände nie still halten konnte, was ihn sehr liebenswert machte.

Bei der eigentlichen Lesungen wurden Ausschnitte aus dem Buch teils auf Deutsch von einer Schauspielerin und teils auf Englisch vom Autor selbst vorgetragen. Beide haben toll und insgesamt auch sehr viel gelesen, wobei bei Mr Nicholls beim Lesen wieder seine sehr enthusiastische Art zum Vorschein kam, was ebenfalls manchmal für ein Schmunzeln sorgte.

Neben der Lesung wurde natürlich viel über den Autor, sein Leben, seine Werke und natürlich auch den Film gesprochen, denn der war ja schließlich der Anlass für Mr Nicholls kleine Tour durch Deutschland.

Zunächst wurde über das Buch Zwei an einem Tag sowie die Person des Autors gesprochen. David Nicholls hat eigentlich Schauspielerei studiert und wollte dies auch zu seinem Beruf machen. Er arbeitete sogar paar Jahre lang als Schauspieler, hatte aber kaum Talent, sodass ihm viele Leute immer wieder gesagt haben, er solle sich vielleicht lieber dem Schreiben widmen. Erst viel zu spät habe er selbst erkannt, dass vor allem die verschiedenen Geschichten ihn so sehr begeisterten und weniger die Schauspielerei selbst. Schon als Kind und Jugendlicher hatte er die meiste Zeit in der Bibliothek verbracht und Bücher gelesen.
Angeblich war er auch kein Frauenheld, weswegen er Jungs wie Dex am College nie leiden konnte. Er stammt aus dem gleichen Ort wie Colin Firth und besuchte auch das gleiche College wie dieser. Sie waren beide an gleichen Produktionen beteiligt, nur dass Colin natürlich die größeren Rollen bekommen hatte, weil er einfach der talentiertere Schauspieler war/ist. David wurde immer nur wieder gesagt, er solle doch weniger machen, noch weniger.

Das Buch, Zwei an einem Tag, habe er ganz genau durchgeplant und im Gegensatz zum Leser, der immer nur einen Tag eines Jahres mit Emma und Dex erlebt, hatte er eine ganz genaue Vorstellung davon, was den Beiden in den restlichen 364 Tagen im Jahr alles passiert ist. Mit dem großen Erfolg hatte er allerdings nicht gerechnet, da schon das Buch davor nicht sonderlich erfolgreich war.
Im Gegensatz zu Dexter ist er in seinen 20ern kaum gereist, weil er auf den großen Durchbruch als Schauspieler gewartet hatte, vergeblich. Das hat er aber in den letzten Jahren nachgeholt. Durch sein Studium kannte er sich aber immerhin so gut mit der Schauspielerei aus, dass er selbst das Drehbuch zum Film schreiben konnte, da er ja wusste, worauf es ankommt und was sich gut umsetzen lässt.

Als ich selbst ihn dann nach dem Film fragte, antwortete er, dass er ihm sehr gefalle. Es sei aber hart gewesen, so viel rauszukürzen, weil man eben keinen 9-stündigen Film machen kann und bestimmte Dinge, wie z.B. die Briefe in dem Buch, nicht wirklich dramatisch umgesetzt werden können. Außerdem wurden auch einige Szenen gedreht, die den Schnitt letztlich nicht überstanden haben. Dafür gäbe es im Film aber nur wenige Szenen, die nicht dem Buch entstammen. Insgesamt würde er aber nichts am Film ändern, außer vielleicht ihn etwas länger zu machen oder hier und da die Musik zu ändern.

Auch die bezaubernde Schönheit von Anne Hathaway kam zur Sprache, insbesondere im Bezug auf die Frage, ob sie nicht viel zu hübsch sei um die Rolle der Emma zu spielen. Mr Nicholls stimmte dem Urteil über das Aussehen von Anne zwar zu, meinte aber, dass sie dennoch gut geeignet sei und vor allem die Charakterzüge von Emma, wie z.B. ihre Unsicherheit und ihr mangelndes Selbstbewusstsein, perfekt darstellen würde und eine großartige Schauspielerin sei. Des Weiteren gestand der Autor, dass er, als er das Set besuchte und Anne Hathaway kennen lernte, genauso hin und weg war wie jeder normale Mensch und es kaum fassen konnte, diese Schauspielerin persönlich kennen zu lernen. Er gab zu, dass er die ganze Zeit nur „Oh my god, this is Anne Hathaway! I’m talking to Anne Hathaway!“ gedacht habe.

Da es schon ziemlich spät war, wurde die Fragerunde schließlich beendet, damit noch Zeit zum Signieren blieb. Vor der Lesung hatte ich mir dafür extra die Filmausgabe des Buches besorgt, weil ich die hübscher fand als die „normale“ Taschenbuchausgabe. Als ich den Tisch mit den Verkaufsexemplaren dann genauer inspizierte, habe ich das jedoch sofort bereut, weil es dort plötzlich auch noch eine gebundene Ausgabe des Buches gab, die ich im Laden nicht hatte finden können. Glücklicherweise durfte ich meine Taschenbuchausgabe aber gegen die wunderhübsche in Leinen gebundene Ausgabe umtauschen, sodass ich mir diese dann signieren ließ. Außerdem konnte ich vor der Lesung noch eines der schönen Pressehefte zum Film ergattern, welches ich mir zusätzlich auch noch signieren ließ. Am Ende konnte ich noch ein tolles Photo von David Nicholls machen und dann war dieser tolle Abend auch schon wieder dabei.

Ich hoffe aber sehr, dass Mr Nicholls noch weitere Bücher schreiben wird. Ich bin mir zwar nicht sicher, wann ich sie lesen werde, weil zunächst erst einmal Zwei an einem Tag dran ist, sobald ich die Verfilmung gesehen habe. Aber ich würde mir sehr wünschen, dass er dann wieder nach Deutschland kommt, damit ich diesem sympathischen und enthusiastischen Mann noch einmal lauschen kann.

Okt  22

[Lesung] Lauren Oliver

22. Oktober 2011 | 14:08 | Erlebt

Am Donnerstag (20.10.2011) ging ich, mehr oder weniger spontan, zu der Lesung von Lauren Oliver, der Autorin von Delirium, in Berlin. Zuerst wollte/konnte ich nicht dorthin gehen, weil es schon um 16 Uhr begann und ich zu der Zeit eigentlich eine Vorlesung hatte. Als der Veranstaltungsort dann jedoch plötzlich nicht mehr am anderen Ende von Berlin, sondern in der Uni selbst sein sollte, konnte ich nicht mehr widerstehen. In der Pause habe ich mich davon gestohlen und bin rüber ins Hauptgebäude gehetzt, um mir dieses Ereignis doch nicht entgehen zu lassen. Denn, mal ehrlich, wie oft kommen us-amerikanische Autoren schon nach Deutschland? Und dann auch noch nach Berlin? Das ist schon recht selten und ein zweites Mal kommen sie meistens nicht, zumindest nicht so schnell.

Kurz vor 16 Uhr bin ich dann im Audimax, dem größten und vermutlich auch schönsten Saal der Uni, angekommen, wo mir von Vanessa freundlicherweise ein Platz frei gehalten wurde, sogar in der ersten Reihe. Ich hatte also eine perfekte Sicht, wobei auch bei dieser Lesung natürlich das Zuhören im Vordergrund stand.


Nach einer kurzen Vorstellung der Autorin und ihres neuen Buches, das ich mir vor der Veranstaltung dort noch schnell gekauft hatte um es danach signieren zu lassen – offiziell ist es ja noch nicht erschienen – las dann zunächst die Autorin selbst zwei Kapitel aus Delirium. Das erste Kapitel kannte ich schon aus der Leseprobe, allerdings nur auf Deutsch, weshalb ich mich bei der Originalversion auch nicht langweilte. Beide Kapitel wurden von ihr sehr schön vorgetragen und ich bin nun noch gespannter auf das Buch als ohnehin schon.

Danach wurde noch ein Ausschnitt auf Deutsch vorgetragen, wobei es mich doch ein wenig gestört hat, dass die Sprecherin die Namen, natürlich im Gegensatz zur Autorin, so extrem Deutsch ausgesprochen hat – die Namen Alex, Hanna und Lena kann man ja sowohl Deutsch als auch Englisch aussprechen. Ich fand den Ausschnitt aber dennoch recht interessant, zumal er an einer relativ spannenden Stelle aufhörte.

Nach dem Lesen hatten die Zuhörer die Möglichkeit der Autorin alle erdenklichen Fragen zu stellen, was auch von vielen, mich eingeschlossen, genutzt wurde. Sie wurde gefragt, wie sie auf die Idee zu Delirium gekommen ist, wie sie schreibt, ob sie ihre Romane durchplant, ob sie weitere Ideen hat, usw. Auch die Verfilmungen ihrer beiden Jugendbücher wurden angesprochen, denn ich habe mich auch mal getraut ein paar Fragen zu stellen. Teilweise waren ihre Antworten recht amüsant und sie kam sehr sympathisch rüber. Leider kann ich mich nicht mehr an all ihre Antworten erinnern, aber das ist auch nicht allzu schlimm, denn nach dem Signieren habe ich Lauren Oliver einfach mal um ein Interview gebeten und sie hat dem zugestimmt. ;)

Als alle Fragen gestellt und beantwortet waren, war die Lesung auch schon wieder vorbei. Im Anschluss konnte man aber natürlich noch Bücher signieren lassen. Diese Chance habe ich selbstverständlich wahrgenommen und konnte so später meine beiden Bücher von Miss Oliver signiert ins Regal stellen.

Insgesamt war es, wie eigentlich alle Lesungen, eine tolle Veranstaltung, die meiner Meinung nach wesentlich häufiger stattfinden sollte. Ich hatte sogar das Gefühl, dass es den Schulklassen im Endeffekt doch ganz gut gefallen hat, obwohl einige am Anfang wenig begeistert erschienen. So etwas hätte ich damals als Schülerin auf jeden Fall sehr gern besucht. Lasst euch so eine Chance also nicht entgehen, wenn sie sich euch auch mal bieten sollte.

Sep  29

[Lesung] Kathy Reichs

29. September 2011 | 00:26 | Erlebt

Am Donnerstag, den 15. September 2011, fand in Berlin endlich mal wieder eine Lesung statt, die mich interessierte und die ich daher natürlich auch besuchte, nachdem ich ein paar Wochen zuvor noch eine Karte ergattern konnte.

Es handelt sich dabei um eine Lesung der Krimi-Bestseller-Autorin Kathy Reichs, die vor allem durch ihre Reihe um die Anthropologin Temperence Brennan, die es unter dem Titel Bones – Die Knochenjägerin auch als TV-Adaption gibt, weltweite Bekanntheit erlangte. Ich bin, wie ihr ja vielleicht wisst, kein Krimi-Fan, doch Kathy Reichs hat vor Kurzem auch eine Reihe für Jugendliche – Virals – begonnen, in der es um Tory, die Großnichte von Tempe Brennan, geht und dessen erster Teil mich sehr gefesselt hat.

Bei der Lesung wurde zwar ihr neuester (14.) Roman aus der Tempe Reihe, Fahr zur Hölle, vorgestellt, dennoch wollte ich mir die Chance diese tolle Autorin einmal persönlich zu sehen nicht entgehen lassen und das habe ich auch nicht bereut.


Die Lesung fand im Rahmen des 11. internationalen Literaturfestivals Berlin im Haus der Berliner Festspiele statt und begann trotz des späten Einlasses pünktlich um 20 Uhr. Die Moderatorin – wieder einmal Margarete von Schwarzkopf – erzählte zunächst kurz etwas über die Autorin und ihre Werke sowie die deutsche Schauspielerin Sabine Postel, welche die Stellen aus dem deutschen Buch vorlesen würde.

Nach dieser kurzen Einführung kam zunächst der von mir stets besonders geliebte Interview-Teil, in dem Margarete von Schwarzkopf Kathy Reichs einige interessante Fragen stellte, wie z.B. wie sie zu ihrem Beruf gekommen ist und wie sie auf die Ideen zu ihren Büchern kommt bzw. inwieweit sie der Realität entsprechen – laut Kathy Reichs basiert jeder Fall, den Tempe Brennan bisher zu lösen hatte, auf Fällen, die die Autorin in ihrem Job als Anthropologin selbst so oder so ähnlich zu lösen hatte, was ich persönlich wirklich interessant finde.
Natürlich wurde auch schon ein bisschen über das nächste Buch der Reihe gesprochen und wohin es Tempe darin verschlagen wird. Leider konnte ich mir nicht alle Einzelheiten merken, aber es klang auf jeden Fall interessant.

Entgegen meiner Erwartungen, dafür aber zu meiner großen Freude, kam auch noch ihre Jugendbuchreihe zur Sprache, die Kathy Reichs, unter anderem, schreibt, um Jugendliche/junge Erwachsene an Naturwissenschaften heranzuführen und ihnen zu zeigen, dass diese durchaus interessant sein und Spaß machen können – wenn das nicht mal eine tolle Motivation ist! Außerdem hat sie verraten, dass die Reihe um Tory Brennan mindestens fünf Bände umfassen wird, was mich natürlich besonders freut. Laut Frau Schwarzkopf erscheint der zweite Teil im Frühjahr bei uns in Deutschland und soll den (Unter)Titel „Nur die Tote kennt die Wahrheit“ tragen – ich bin schon sehr gespannt auf diese Fortsetzung!

Nach dem Interviewteil hat dann zunächst Kathy Reichs selbst auf Englisch einen Auszug aus dem aktuellen Roman gelesen, was ich so noch nie erlebt hatte, aber wirklich toll fand, zumal sie sehr gut gelesen hat. Danach kamen dann, unterbrochen von kurzen Fragen zu den vorgetragenen Stellen, wie z.B. warum es im 14. Teil um Nascar geht, zwei Auszüge aus der deutschen Übersetzung, gelesen von Sabine Postel. Ich muss gestehen, dass mir die Auszüge gut gefallen und mich sehr neugierig gemacht haben. Außerdem war ich überaus erstaunt als ich bemerkte, dass auch die Tempe Brennan Reihe als Ich-Erzählung geschrieben ist, so etwas habe ich bei Krimis bisher noch nie gesehen/gelesen. Ich bin durchaus versucht mir mal den ersten Roman der Reihe anzuschauen, denn vom Stil her gefiel es mir sehr gut. Vielleicht ändere ich ja dann meine Meinung über Krimis. ;)

Nach dem Lesen konnte man dann noch die Gelegenheit nutzen und sich ein Buch (oder mehrere) von der Autorin signieren lassen. Ich hatte natürlich meine Ausgabe von Virals mitgenommen und ließ es mir nicht nehmen, diese Möglichkeit wahrzunehmen. Ich empfinde es schon als etwas Besonderes, signierte Bücher im Regal stehen zu haben und freue mich über jedes Exemplar, das sich dazu gesellt.

Insgesamt war es also eine sehr gelungene Lesung und ein toller Abend. Ich bin daher wirklich froh, dass ich rechtzeitig davon erfahren habe und hingehen konnte, denn us-amerikanische (Jugendbuch-)Autoren kommen in letzter Zeit wirklich selten nach Deutschland bzw. nach Berlin, zumindest nach meinem Empfinden.

Mrz  21

[Messe] Leipziger Buchmesse 2011

21. März 2011 | 23:34 | Erlebt

Sooooooo. Nun, da ich mich zwei Tage etwas ausruhen und von den Strapazen erholen konnte, kann ich auch endlich meinen kleinen Bericht über die Leipziger Buchmesse 2011 schreiben. Bitte verzeiht mir, wenn ich nicht mehr alles so genau weiß oder wiedergeben kann bzw. manches auch einfach nicht erzählen darf. Ich garantiere auch nicht für die Vollständigkeit oder Verständlichkeit meines Berichts. *lol* Die beiden Tage, an denen ich die Messe besucht habe (Freitag und Samstag), waren zwar toll, aber auch verdammt anstrengend.

Zunächst einmal kann ich sagen, dass ich tatsächlich alles von meinem endgültigen Messeplan geschafft habe. Das heißt, ich habe alle Autoren getroffen, die ich unbedingt treffen wollte, und konnte alle meine 17 Bücher signieren lassen. (Ohne meinen Trolley hätte ich diese Menge niemals bewältigen können – und bevor ihr jetzt was sagt, ich habe sogar jemanden getroffen, der noch mehr Bücher mit hatte. *g*)

Ich fang dann einfach mal mit dem Freitag an und was ich da alles so erlebt habe – vermutlich allerdings nicht unbedingt chronologisch.

Früh am Morgen ging mein Zug von Berlin nach Leipzig – auf der Fahrt habe ich natürlich mal wieder geschlafen – und kam dann um kurz nach 9 Uhr am Messebahnhof an. Dieses Mal habe ich nämlich nicht auf diese mir völlig unverständliche Fehlinformation auf der Website der Messe gehört. Gleich beim Aussteigen habe ich lustigerweise jemanden getroffen, den ich kannte und mit dem ich dann bei der Messehalle angekommen, und nachdem wir unsere Jacken/Mäntel abgegeben hatten, erst einmal in Ruhe was gegessen und getrunken habe. Die einzelnen Hallen hatten ja ohnehin noch nicht geöffnet, denn es war noch nicht 10 Uhr.

Nach dieser kleinen Pause trennten wir uns erst einmal wieder und ich bekam mich zum Eingang von Halle 3, wo ich mich zum ARD Hörbuch-Forum begab. Dort stellt ein Radiosender jedes Jahr die (Hör-)Buchcharts der Kinder- und Jugendliteratur vor, zusammen mit den jeweiligen Autoren und Sprechern. Vorgestellt werden die einzelnen Bücher dabei von Kindern, die die Bücher selbst gelesen und bewertet haben. Das war wirklich interessant.

Leider konnte ich nicht bis zum Ende bleiben, weil ich weiter zur Signierstunde von Nina Blazon begab und mir sowohl Ascheherz als auch Faunblut signieren ließ.

Danach ging es weiter zur Lesebude 1, wo ich mich bis zur Lesung von Gerd Rubenstrunk etwas ausruhen und verschiedenen Lesungen lauschen konnte. Der Herr Ruebenstrunk kam sogar etwas früher, sodass ich mir gleich mal schnell meine Arthur-Bücher und das neue Viktor Vau, das übrigens für sich allein steht, signieren lassen konnte. Außerdem konnte ich mich ein paar Minuten mit ihm unterhalten, was wirklich toll war, und er erzählte mir etwas über zukünftige Bücher. Da ich das eher inoffiziell erfahren habe, werde ich es hier nicht wiedergeben. Aber so viel kann ich sagen: Der Mann hat tolle Ideen und auf jedes der künftigen Bücher bin ich gespannt.

Ferner konnte ich auch die nette Frau Rudloff von arsEdition kennen lernen und mich kurz mit ihr unterhalten. Ich fand es wirklich schön, die Gesichter zu den zahlreichen netten Emails mal persönlich kennen zu lernen.
Bei der Lesung bekam ich dann allerdings keinen Platz mehr, weil es unglaublich voll wurde und ich meinen ja für das Gespräch verlassen hatte. Aber auch stehend habe ich gern gelauscht und freue mich schon auf den dritten Teil der Reihe.

Danach ging es kurz zum Stand von Ueberreuter, wo ich Gelegenheit hatte mich ein wenig mit Corina Bomann zu unterhalten und mir Sephira signieren zu lassen. Es ist wirklich spannend, die Autoren mal persönlich kennen zu lernen und selten hat man dazu so gute Gelegenheit, wie auf der Buchmesse.

Hinterher ging es dann zur nächsten Lesung von Herrn Ruebenstrunk, nämlich zu Viktor Vau, und was ich gehört habe, hat mir ganz gut gefallen.

Ich hatte dann auch noch kurz Gelegenheit mich mit Frau Blazon zu unterhalten und auch sie erzählte mir etwas über ihr neuestes Buch. Es ist wieder ein Fantasy-Roman und er erscheint dieses Jahr noch bei cbt. Der Titel klingt auch interessant und ich bin sehr gespannt darauf, auch wenn es dieses Mal in einer völlig neuen Welt spielt.

Weiter ging’s dann zum Stand von Loewe/script5, wo ich den sympathischen Herr Lindner mal persönlich kennen lernen konnte. Da sein geplanter Termin nicht eingetroffen ist, nahm er sich Zeit für mich und stellte mir ein paar wirklich tolle Neuheiten vor, womit er meine Wunschliste beträchtlich erweitert hat.
Verraten darf ich, dass Firelight von Sophie Jordan noch in diesem Sommer erscheint und der Verlag das wunderschöne Originalcover übernommen hat. Ich durfte mir auch noch einige andere tolle Cover anschauen, aber darüber darf ich nichts sagen. Auf jeden Fall wird es viele Bücher geben, die genau in mein Beuteschema passen, also Romantasy bzw. Paranormal Fantasy, und alle toll klingen. Eines wird sich etwas mit griechischer Mythologie befassen, so viel darf ich sicher sagen.
Außerdem wird es schon sehr bald ein neues Buch von Ursula Poznanski geben. Wie ich schon im Wochenrückblick schrieb, darf ich darüber nichts verraten. Aber er hat mir die Handlung verraten und ich bin total begeistert.
Besonders gefreut habe ich mich auch über das kleine Kompliment, dass er mir für meinen Blog gemacht hat. ;)

Am Nachmittag ging es dann weiter zur Lesung von Ruf der Tiefe, die wirklich spannend war und wo ich mir natürlich auch meine Ausgabe des Buches signieren ließ. Davor konnte ich auch noch eine Weile der Lesung zu Letterland lauschen.

Danach ging es dann zum Stand von Oetinger, wo ich an dem Oksa Pollock Gewinnspiel teilnahm, bei dem ich auch das Buch gewonnen habe, und mich mit Frau Hartmann vom Verlag unterhalten konnte. Auch sie war wirklich sehr nett und gab mir sogar noch ein Buch mit auf den Weg: Der Märchenerzähler.

Später war dann noch die Signierstunde von Anne Hertz an der Reihe, wo ich mein Dackelblick signieren ließ und meine Signaturen der anderen Anne Hertz Bücher aus Berlin vervollständigen ließ, da ja dort nur Wiebke Lorenz anwesend war.

Auf dem Weg aus der Halle heraus traf ich dann meine nette Bekannte vom Morgen wieder und wir gönnten uns zu zweit eine kleine Pause, in meinem Fall mit einer heißen Schokolade und einem Softeis *g*

Da meine Bücher für diesen Tag alle signiert waren, gab ich dann endlich den Trolley ab und schlenderte noch etwas durch die Hallen. Um kurz nach 18 Uhr holte ich meine Sachen von der Garderobe ab, traf mich wieder mit der Bekannten und zusammen ging es dann zur Straßenbahn, welche wir unglücklicherweise auch bestiegen. (Um einen Platz zu bekommen wollten wir zum Hauptbahnhof fahren und dort einsteigen anstatt am Messebahnhof zu warten) Das war ein großer Fehler, denn die Straßenbahn brauchte doch sehr lange und wenn sie nicht ab der Haltestelle am Bahnhof vorgerannt wäre, während ich mit den Menschenmassen und meinem Trolley zu kämpfen hatte, und den Zug ein paar Sekunden aufgehalten hätte, hätte ich den wohl verpasst.. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schlecht mir deswegen schon in der Straßenbahn und dann auch auf dem Weg zum Zug war, den ich natürlich gerannt war. Der Zug fährt nur einmal am Tag und ich hätte weder genug Geld für eine Zugfahrt mit einem ICE noch für ein Hotelzimmer gehabt. Mal abgesehen davon, dass ich mein Zugticket für den nächsten Tag ja zu Hause gelassen hatte, genau wie auch meine EC-Karte, damit sie nicht abhanden kommt. Was war ich froh, dass die Zugführerin, oder wie auch immer man die heute nennt, mich dann gesehen hat, wie ich angerannt kam, und noch auf mich gewartet hat!!!

Kurz nach 21 Uhr kam ich dann wieder zu Hause an, aß etwas, packte den kleineren Trolley für den nächsten Tag und ging dann auch schon bald ins Bett, denn ich musste am nächsten Tag ja wieder um 5 Uhr aufstehen.

Am Samstag ging es dann wieder zur Messe und ich hatte einen ähnlich schönen, aber etwas ruhigeren Tag mit weniger Stress, erwartet. Bei meiner Ankunft an den Messehallen wurde ich jedoch eines besseren belehrt. Mit solchen Menschenmassen hatte ich absolut nicht gerechnet! Im Gegensatz zum Samstag, konnte man den Freitag geradezu als leer bezeichnen. Man konnte kaum noch treten, die Schlangen an den Toiletten, die am Freitag gar nicht vorhanden waren, reichten meterweit, nirgendwo war ein freier Sitzplatz und man ist so gut wie gar nicht von A nach B gekommen. Immer wieder wurden ganze Verbindungsgänge vom Sicherheitspersonal wegen Überfüllung gesperrt!! Ich war kurz davor einen Mord zu begehen, als ich endlich froh war aus den Hallen heraus zu seien und zum Eingang wollte, man aber niemanden durchließ und ich mich dann durch zwei Hallen zurück kämpfen musste. Wenn nicht gerade meine Lieblingsautorin da ist, werde ich die Messe nie wieder an einem Samstag besuchen, das war echt nicht auszuhalten.

Zu Beginn schaute ich mich ein wenig in den Hallen um, die mir am Tag zuvor aus Zeitgründen entgangen waren. Außerdem gab es am Samstag noch wesentlich mehr Cosplayer zu bestaunen, wie z.B. Scrat.

Nach der Lesung von Bettina Belitz, nach der ich meine Ausgabe von Splitterherz signieren ließ, kämpfte ich mich zurück zur Eingangshalle und gab an der Garderobe meinen Trolley ab. Meine restlichen Bücher – glücklicherweise weniger als am Freitag – trug ich dann so mit mir herum, denn mit dem Trolley war ich noch eingeschränkter und ich bin nun mal der Typ Mensch, der einfach nicht so langsam vor sich hin latschen kann.

Nach einer kurzen Pause und einer erfrischenden Abkühlung ging es dann wieder in Halle 2, die an diesem Tag die aller vollste war, aber eben auch die, in der fast alle Veranstaltungen von meiner Liste statt fanden.

Bei der Fantasy Leseinsel lauschte ich zunächst Kai Meyer und stellte mich dann schon mal für die Signierstunde von Kristin Cashore an. Von dort aus konnte ich sogar der Lesung lauschen. Ihr drittes Buch, Bitterblue, befindet sich nun immerhin schon in der Überarbeitungsphase und erscheint auf Englisch voraussichtlich 2012.

Nachdem meine beiden Bücher signiert waren, ging es dann weiter zu den Ständen von Random House, wo ich Frau Göring einmal persönlich kennen lernte, wenn auch nur kurz.

Danach besuchte ich den Stand vom Fischer Verlag, wo ich kurz mit Frau Bachar sprechen konnte. Auch sie war sehr sympathisch und beglückte mich sogar mit einem Buch. Es heißt Nirgendwo in Berlin und war mir bis dahin unbekannt, klingt jedoch sehr interessant.

Dann war es auch schon Zeit für die Lesung und die Signierstunde von Sara Grant. Ich ließ mir natürlich Neva signieren und hatte danach auch Gelegenheit mit ihr und auch mit Timothy Sonderhüsken, der immer für den PAN Verlag twittert, sprechen. Beide waren sehr sympathisch und ich fand es toll mich ein bisschen mit Frau Grant zu unterhalten. Man hat ja wirklich nur selten die Möglichkeit ausländische Autoren persönlich kennen zu lernen.

Zu diesem Zeitpunkt war ich schon fix und fertig vom herum laufen, Sachen schleppen und Menschenmassen entgehen, dass ich mir nur noch schnell mein Nichts von Janne Teller signieren ließ und dann die Messehallen verließ.

Ich packte in Ruhe meinen Trolley zusammen, mit den zahlreichen Katalogen, Prospekten und einem tollen Tischkalender mit fantastischen Bildern und Aphorismen, der übrigens das einzige ist, was ich mir auf der Messe gekauft habe – mal abgesehen von Essen und Trinken.

Dieses Mal hatte ich sehr viel Zeit um mit der Straßenbahn zum Bahnhof zu fahren. (Anmerkung: Die Straßenbahn in Leipzig fährt wirklich sehr rabiat und man wird so richtig hin und her geschleudert, was meinem ohnehin schon geschundenen Körper gar nicht gut tat.) Dort angekommen, ging ich zu McDonald’s, kaufte mir was zu essen und setze mich hin um auf meinen Zug zu warten, der erst in 1,5 Stunden fahren sollte. Meine Füße wollten mich keinen Zentimeter mehr tragen und auch meine Schultern taten tierisch weh.

Ich war wirklich froh als ich schließlich im Zug saß und ein wenig schlafen konnte. Zu Hause angekommen habe ich mich mindestens 3 Stunden lang keinen Millimeter mehr bewegt. Meine Füße schmerzten bei jedem Auftreten, meine Schultern bei jeder Bewegung. Insgesamt bin ich zwar froh in Leipzig gewesen und so viele tolle Leute kennen gelernt zu haben, es war aber auch wirklich sehr anstrengend und jeden Monat würde ich so etwas nicht zu stehen. Da kann man wirklich von Glück reden, dass die nächste Buchmesse in Leipzig erst wieder in einem Jahr statt findet. Ich bin sicher wieder mit von der Partie, aber nicht am Samstag!

Okt  30

[Lesung] 50% Anne Hertz und 100% Sybille Schrödter

30. Oktober 2010 | 16:50 | Erlebt

Am Donnerstag habe ich, zusammen mit Anne und Ramona, in Berlin wieder eine Lesung besucht. Wenn ich es kurz fassen sollte: Es war ein absolutes Highlight!

Die Buchhandlung Lehmanns hat uns Damen im Rahmen ihrer ersten Ladies Night wirklich viel geboten. Der Eintritt in Höhe von 5,- € war wirklich besonders günstig, vor allem, wenn man bedenkt, was alles im Preis enthalten war. Neben der wirklich wundervollen Lesung wurden alle Frauen mit Getränken versorgt – zur Auswahl standen Sekt, Orangensaft und Wasser – und bekamen sogar eine Kleinigkeit zu Essen in Form von leckeren Brezeln. Vor der Lesung und während der Pause spielte der Vibraphonist (ein Vibraphon ist so etwas Ähnliches wie ein Xylophon, nur größer ;) ) Live-Musik. Außerdem wurden wir noch mit exklusiven Sonderangeboten wie z.B. 20% Rabatt auf alle Hörbücher geködert, damit wir unserer Shopping-Sucht frönen können – an diesem Abend sogar bis 24 Uhr! Ferner gab es im ersten Obergeschoss dann auch noch verschiedene Kosmetik- und Modestände. Im Grunde wurde also für alles gesorgt, was ein Frauenherz begehrt. Dabei war die Runde der Besucher zwar zahlreich, aber trotzdem überschaubar, was den ganzen Abend sehr angenehm machte. Jeder hatte einen Sitzplatz und konnte ganz entspannt den Abend und das tollte Ambiente genießen.

Doch kommen wir nun zum Goldstück des Programms: Die Lesung. Ursprünglich sollten die Autoren-Schwestern Wiebke Lorenz und Frauke Scheunemann alias Anne Hertz die Gäste des Abends sein. Unglücklicherweise musste Frauke Scheunemann jedoch kurzfristig absagen, weil ihr Töchterchen krank geworden war – gute Besserung wünsche ich an dieser Stelle! Etwas Positives hatte das allerdings auch – natürlich nicht die Krankheit der Tochter, sondern nur das Fernbleiben von Frauke Scheunemann. Ich musste mir nicht noch auf die Schnell den Roman Dackelblick besorgen, der schon länger auf meiner Wunschliste steht und bei dieser Gelegenheit natürlich auch hätte signiert werden sollen. (Ich weiß genau, dass ich mich sonst tierisch geärgert hätte, wenn ich mir das Buch später gekauft hätte und somit nicht signieren lassen können). Außerdem wurde natürlich für Ersatz gesorgt. Gelesen wurde dann von 50% – Anne Hertz und Sybille Schrödter, Autorin und Kabarettistin. Die Beiden waren wirklich ein super Team und die kleinen, gespielten Zickereien waren einfach herrlich.

Zunächst haben die beiden Frauen eine Stunde lang aus Goldstück, dem neuesten Roman der Schwestern, gelesen. Was ich da gehört habe, hat mir im Endeffekt so gefallen, dass ich mir das Buch an Ort und Stelle gleich noch gekauft habe, obwohl ich diesen Monat eigentlich keine Bücher mehr kaufen wollte. ^^’ Aber wie oft hat man schon die Gelegenheit, die Bücher auch signieren zu lassen? Dazu habe ich die halbstündige Pause auch gleich genutzt. Ich ließ meine inzwischen drei Anne Hertz-Romane (Glückskekse, Trostpflaster, Goldstück) von Wiebke Lorenz signieren. Dabei hat sie sich wirklich große Mühe gegeben. Im Gegensatz zu manchen anderen Autoren, die oftmals nur schnell ihren Namen hinein schreiben – und das oftmals auch sehr unleserlich – hat Frau Lorenz in jedes Buch eine andere Widmung geschrieben. Wirklich sehr schön! Außerdem konnte man in der Pause auch persönlich mit beiden Autorinnen sprechen und ihnen Fragen stellen, die sie alle beantworteten. Mir waren beide Damen sehr sympathisch und ich würde jederzeit wieder eine ihrer Lesungen besuchen!

Nach der Pause wurde dann noch einmal gelesen. Dieses Mal aber aus zwei anderen Werken des Duos: Trostpflaster und Wunderkerzen. Die Szenen wurden jeweils sehr passend ausgewählt und es gab viel zu Lachen. Ein besonderes Highlight war dabei die szenische Umsetzung, obwohl das eigentlich noch viel zu untertrieben ist. Es war viel mehr eine musikalische Untermalung, und zwar von der Autorin selbst. Immer wenn ein Lied in einer der Szenen vorkam, wurde dies von Wiebke Lorenz persönlich gesungen, wobei sie auch immer das Publikum mit eingebunden hat. Sie gab unter anderem Pokerface von LadyGaGa und Wer Liebe lebt von Michelle zum Besten. Anfangs noch dem Zufall überlassen, bauen die Schwestern bestimmte Songs nun schon absichtlich in die Romane ein, damit es bei den Lesungen auch immer eine solche Gesangseinlage gibt, wie ich noch in Erfahrung brachte. ;) Aber auch die Kabarettistin Sybille Schrödter durfte ein Ständchen geben, ein besonders lustiges noch dazu. Ich weiß leider nicht, wie der Song heißt, aber er handelte davon, wie scharf sie Männer in Jogging-Hosen machen, was sie auch leidenschaftlich demonstrierte und womit sie das ganze Publikum zum Lachen brachte. Ich für meinen Teil konnte gar nicht mehr aufhören.

Am Ende wurden die beiden Frauen dann, natürlich nicht ohne vorher noch ein Lied mit uns zu trällern, mit tosendem Applaus (und Hundegebell) verabschiedet.

Alles in allem war diese Lesung eine der besten, wenn nicht sogar die beste, die ich bisher besucht habe. Es war ein wirklich gelungener Abend und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Ladies Night, die, so wurde mir von einem Mitarbeiter der Buchhandlung versichert, auf Grund der vielen Besucher, auf jeden Fall stattfinden wird.

Okt  12

[Lesung] Maggie Stiefvater

12. Oktober 2010 | 21:02 | Erlebt

Gestern war es endlich soweit: Um 14.30 fand in der Schwartzschen Villa in Berlin eine Lesung mit Maggie Stiefvater, der Autorin von Nach dem Sommer statt, welche ich natürlich besuchte.

Zu allererst möchte ich sagen, dass ich die Lesungen in der Villa generell als sehr angenehm empfinde. Im Gegensatz zu den Lesungen bei Dussmann, ist es dort niemals überfüllt, obwohl die Lesungen dort trotzdem umsonst sind. Man bekommt einen Sitzplatz und kann die Lesung auch wirklich genießen, da man alles mitbekommt. Möglicherweise liegt das auch einfach daran, dass die Villa und die dort stattfindenden Veranstaltungen meist nicht allzu bekannt sind. Einziger Nachteil: Es war dort ziemlich dunkel, womit meine DigiCam nicht besonders gut klar kommt, sodass die Bilder alle nicht besonders schön geworden sind.angry

Begonnen hat die Lesung mit einem kleinen Interview. Dieses war, Dank Annina Braunmiller, die auch das Hörbuch zu Nach dem Sommer liest, aber teilweise mehr wie eine Unterhaltung. Maggie erzählte tolle Geschichten, untermauert von den passenden Geräuschen, was mehrmals für ausgelassene Lacher sorgte.

Sie erzählte, wie Nach dem Sommer mehr oder weniger zufällig entstand. Eigentlich mag sie gar keine Werwölfe und wollte gar keine Geschichte darüber schreiben. Nachdem sie ihren letzten Roman beendet hatte, wollte sie eine Kurzgeschichte schreiben und suchte einen passenden Contest dazu. Aber der einzige, der zu diesem Zeitpunkt statt fand, verlangte eine Geschichte über Werwölfe und so entstand Nach dem Sommer, für das sie sehr viel über das Verhalten von Werwölfen recherchierte. Auch bei Fantasy-Romanen ist es ihr sehr wichtig, dass alles möglichst nah an der Realität ist, vor allem, was die Natur betrifft.

Sie erzählte aber auch ein paar kleine privaten Anekdoten, z.B. wie sie ihren Ehemann kennen gelernt hat. Sie spielte damals in einer Dudelsack-Band – das Wort Dudelsack findet sie übrigens besonders toll laughing – und war von Männern allgemein nicht besonders angetan. Als ihr Mann sie nach einem Date fragte, wollte sie daher auch nicht wirklich zusagen und meinte nur: Nenn mir einen guten Grund! Am nächsten Tag brachte er ihr eine rosa-farbene Rose. Ihre Antwort: Ich steh mehr auf Gelb. Am Tag drauf brachte er ihr einen Strauß gelber Rosen. Daraufhin willigte sie ein, allerdings nicht auf ein Abendessen, das wäre ja eine zu große Verpflichtung. Sie ließ sie auf ein Eis ein, aber nur, wenn sie selbst fährt, er könnte ja ein Serienmörder sein. Eineinhalb Monate später waren sie verlobt. Und so nebenbei, heute fährt er … seinen Wagen. ;)

Lustig war auch eine Geschichte aus ihrer Kindheit. Im Alter von 9 Jahren las sie gern Fantasy, hasste aber Liebesszenen, sodass sie ein Buch automatisch gegen die Wand donnerte, sobald jemand die Heldin küsste. Heute schreibt sie selbst Kussszenen.

Maggie erzählte uns auch, dass Nach dem Sommer bald verfilmt würde und auch das erste Script schon fertig sei. Auch die Schauspieler, die sie am liebsten in den Rollen von Sam und Grace sehen würde, nannte sie uns.

Ihr nächstes Buch, ein Einzelband wohl gemerkt, ist ebenfalls schon in Arbeit. Worum es geht, wollte sie uns allerdings noch nicht verraten.

Auch Annina wurde noch ein wenig interviewt. Sie erzählte über die Aufnahme des Hörbuchs und verglich Nach dem Sommer und seine Figuren des Öfteren mit Twilight, denn Annina ist auch die Synchronsprecherin von Bella Swan. Auch sie mochte Werwölfe nie besonders, darf aber nichts mehr gegen sie sagen, weil ihr Freund einen der Werwölfe synchronisiert.laughing Sie ist zwar nach wie vor ein Fan von Twilight, mag aber Grace viel lieber als Bella, weil sie einfach eine stärkere Persönlichkeit ist. Sie mag die gesamte Reihe von Maggie Stiefvater sehr und lobte die gute Übersetzung ins Deutsche. Sie hat die englischen Ausgaben vor der deutschen gelesen und meinte, es würden kaum Unterschiede bestehen. Maggie stimmte dem zu. Sie spricht wohl ein wenig Deutsch und hat auch die Übersetzung, mit Hilfe eines Wörterbuchs, gelesen.

Zweimal hat Annina dann, ganz in ihrer Rolle der Hörbuchsprecherin, Szenen aus Nach dem Sommer zum Besten gegeben. Ich muss gestehen, anfangs war ich leicht irritiert, weil ich Bellas Stimme im Ohr hatte. Je länger sie las, desto mehr geriet das jedoch in Vergessenheit. Ich fand ihre Darbietung äußerst gelungen und hab richtig Lust mir zusätzlich zu dem Buch auch noch das Hörbuch zu besorgen. Sie hat die Geschichte wirklich wundervoll interpretiert und großartig gelesen.

Später erzählte sie noch etwas mehr über ihren Beruf und andere Synchronisationen. So ist sie z.B. auch die deutsche Stimme von Demi Lovato, was ich persönlich nie gemerkt hätte. Als sie es dann aber darauf anlegte, merkte man es sofort. Kleine Notiz am Rande: Ihr Mitbewohner ist die deutsche Stimme von Joe Jonas, der zusammen mit Demi die Hauptrolle in Camp Rock spielt.

Am Ende haben dann sowohl Maggie als auch Annina noch kräftig Autogramme geschrieben und Bücher signiert. Auch ich hab mir etwas von Annina signieren lassen, weil ich sie einfach so unglaublich sympathisch fand. Die Chance auf ein Photo mit Maggie ließ ich mir dann natürlich ebenso wenig entgehen.tongue

Insgesamt war die gesamte Veranstaltung einfach fantastisch. Sowohl Maggie als auch Annina sind zwei unglaublich nette und sympathische Persönlichkeiten, die ich gern irgendwann noch einmal wieder treffen würde. Vielleicht kommt Maggie ja noch einmal für eine Lesereise nach Deutschland und Annina liest hoffentlich noch vielen andere Hörbücher, sodass man auch ihr noch einmal lauschen darf. Die Beiden haben die Lesung wirklich zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht, an das ich mich noch lange erinnern werde. ;)

Mrz  21

[Messe] Leipziger Buchmesse 2010

21. März 2010 | 20:23 | Erlebt

Gestern war ich, wie schon im letzten Beitrag erwähnt, auf der Leipziger Buchmesse, worüber ich nun natürlich berichten werde. Es war sehr anstrengend, aber auch sehr schön. Wie oft hat man schon die Gelegenheit mehrere Autoren an einem Tag zu treffen, sich mit ihnen zu unterhalten und gleichzeitig auch noch viele andere nette Leute kennenzulernen? Und dabei kann man auch noch Bücher kaufen! smile Perfekt für alle, die Bücher genauso lieben wie ich.

Ich weiß im Moment noch nicht so richtig, womit ich anfangen soll, also schreibe ich einfach mal frei von der Leber weg.laughing

Am Freitag hatte ich mich erst einmal spontan dazu entschlossen doch mit dem InterConnex nach Leipzig zu fahren. Die Freundin, mit der ich fahren wollte, hatte abgesagt, weil sie Zahnschmerzen hatte, sodass ich alleine fahren musste. Ursprünglich sollte das dann mit der Bahn geschehen, das heißt ich hätte mir ein Schönes-Wochenende-Ticket für 37 Euro gekauft, was schon ganz schön teuer ist. Für 38 Euro bekommt man schon zwei Tickets, also für Hin- und Rückfahrt, mit dem Connex, der direkt von Berlin nach Leipzig fährt und dafür nur etwas über eine Stunde braucht. Also ideal! Im Internet habe ich dann gesehen, dass die sogar ein Messe-Special anbieten: Hin- und Rückfahrt inklusive Eintrittskarte für 41 Euro! Da mich die Eintrittskarte als Student 9 Euro gekostet hätte, also ein richtiges Schnäppchen! Leider hat das mit dem Internetkauf alles irgendwie nicht geklappt, da man ständig widersprüchliche Informationen erhielt. Ich bin dann schließlich in eine der Vorverkaufsstellen nach Berlin gefahren und habe dort mein Ticket gekauft, direkt im Zug sind die nämlich teurer.

Da der Connex, wie schon gesagt, nur etwas über eine Stunde nach Leipzig brauchte und erst kurz vor 8 Uhr in Berlin losfuhr, blieb es mir auch erspart, schon mitten in der Nacht aufzustehen. In Gesundbrunnen, wo der Zug einsetzt, war er zudem noch völlig leer, da die meisten Leute erst Hauptbahnhof zustiegen. Ich konnte mir also in Ruhe einen Platz suchen, der auf keinen Fall reserviert war, sodass ich nicht Gefahr lief, die Fahrt über stehen zu müssen. Allerdings hätte ich die Deutsche Bahn wieder verfluchen können, die mal wieder unerhört schlecht gearbeitet hat. Der Connex stand auf einem anderen Gleis, was nicht ein einziges Mal angesagt wurde! angry Ein Hoch auf die tolle Arbeit der Bahn. (Ironie!)

Die Fahrt an sich war dann echt super, auch wenn ich eingeschlafen bin statt zu lesen. Im Zug bekam ich von der Schaffnerin dann auch schon meine Eintrittskarte, sodass ich in der Messehalle nicht mehr anstehen musste. Allerdings würde ich denen, die die Internetseite der Messe erstellt haben, gerne eine saftige Mail schreiben! Warum bitte haben die da in GROßBUCHSTABEN hingeschrieben, dass man nicht am Messebahnhof sondern am Hauptbahnhof aussteigen und dann mit der Straßenbahn fahren soll?wassat Das habe ich nämlich gemacht, obwohl der Connex am Messebahnhof hielt, weil ich annahm, die werden sich schon etwas dabei gedacht haben. Hatten sie aber nicht!angry Die ach so tolle, dafür völlig überfüllte Straßenbahn fährt auch genau am Messebahnhof vorbei, nur eben eine Station weiter! Super! Ich wäre schon eine halbe Stunde früher auf der Messe gewesen, wenn ich gleich am Messebahnhof ausgestiegen und die drei Meter gelaufen wäre, der Eingang war nämlich derselbe! Ich hätte mir dann lediglich eine halbe Stunde Fahrt mit der Straßenbahn, eingequetscht wie eine Sardine, erspart.Hrrr

Gut, aber davon ließ ich mir die Laune natürlich nicht verderben, immerhin hatte ich mich so auf die Messe gefreut. Endlich in der Halle angekommen habe ich dann schnell meine Jacke an der Garderobe abgegeben und mich auf den Weg zur ersten Lesung auf meinem Plan gemacht: Carina Bargmann. Ein wirklich sympathisches Mädel, falls ich das so sagen darf. Schließlich ist sie jünger als ich! Weil ich nach der Lesung schnell weiter musste/wollte, hat sie mein Buch sogar noch vorher signiert. Sehr nett!

Weiter ging es dann zur Signierstunde von Isabel Abedi. Ich fand sie ebenfalls sehr sympathisch und sie hat sich mit jedem auch kurz unterhalten, was mir sehr gefiel. Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn einen der Autor oder die Autorin fragt, ob einem das Buch gefallen hat und an der Antwort auch ernsthaft interessiert erscheint. Sie hat dann auch nicht schlecht geschaut als ich ihr erzählte, dass ich Isola in einer Nacht gelesen habe. Lustig war auch, wie viele farbige Stifte sie zum Signieren dabei hatte und sich bei jedem neuen Buch sorgsam einen anderen, farblich passenden ausgesucht hat. Anfang Juli ist Frau Abedi auch in Berlin, wo ich ihre Lesung dann auf jeden Fall besuchen werde.

Nachdem meine ersten drei Bücher (von sieben – drei hatte ich zu Hause schon wieder ausgepackt, war einfach zu schwer) signiert waren, hatte ich dann auch eine kurze Pause zum Verschnaufen. Als ich mich erst einmal in die Haupthalle zurück gekämpt hatte, habe ich diese Zeit genutzt um mich mit T. zu treffen, worauf ich mich schon sehr gefreut hatte. Leider hatte sie nicht allzu viel Zeit, aber wir konnten uns immerhin über unsere bisherigen Messeerlebnisse austauschen.

Danach machte ich mich dann auf den Weg in Halle 5, wo um 13 Uhr eine Signierstunde mit Kerstin Gier stattfinden sollte. Da ich ihre Bücher sehr mag, sie aber leider nie nach Berlin kommt, hatte ich mich auf sie besonders gefreut. Vor der Lesung hatte ich mich dann noch mit R. getroffen, die ebenfalls zu der Signierstunde kam, und wir zwei hatten fast identische Brillen auf der Nase. tongue

Dann habe ich mich auch schon für die Signierstunde angestellt. Auf der Messe habe ich mich generell immer ziemlich früh angestellt, aber sicher ist sicher. Immerhin haben die Autoren einen straffen Zeitplan und wenn die Zeit um ist, ist sie um. Ich wollte natürlich nicht riskieren, dass ich meine Bücher nachher ohne Signatur wieder mit nach Hause nehme. Nachdem Kerstin Gier es schließlich geschafft hatte, sich bis zum Stand durchzuschlagen, ging es auch schon los. Auf dem Photo signiert sie auch gerade mein Buch.tongue Allerdings muss ich ihr meine Ausgabe von Rubinrot falsch herum hingelegt haben.laughing Die Signatur ist nämlich hinten und steht auf dem Kopf. XD Kerstin Gier war mir übrigens am sympathischsten von allen! Sie war die ganze Zeit am Strahlen, hat Witzchen gerissen, Geschichten erzählt und sich mit ihren Lesern unterhalten, sowohl bei der Signierstunde als auch bei der Lesung mit Interview danach. Ich finde das immer besonders schön, wenn sich Autoren die Zeit nehmen Fragen zu beantworten. Natürlich ist es auch schön, wenn sie aus ihren Büchern vorlesen. Aber wie oft bekommt man als Leser schon die Gelegenheit, dem Autor persönlich eine Frage zu stellen, die einem vielleicht schon lange auf der Seele brennt? Die Bücher kann man immer noch selbst lesen. Kerstin Gier war jedenfalls wirklich sehr nett und natürlich! Sie brachte uns alle mit ihren Geschichten zum Lachen. Sei es die Tatsache, dass sie nicht ohne ihre Katze bei sich schreiben kann oder während des Schreibens immer wieder die Tatstatur entkrümeln muss, einfach herrlich! Außerdem hatte sie wirklich Recht mit ihrer Aussage, man müsse schon verrückt sein um sich freiwillig auf die Messe zu begeben!

Das kann ich nur unterschreiben. Wäre ich nicht so verrückt nach Büchern, hätte ich diese Strapazen wohl niemals auf mich genommen. Natürlich war es sehr schön, aber eben auch sehr anstrengend! Wenn man nicht selbst dort war, kann man sich die Menschenmassen gar nicht vorstellen. Man konnte gut und gerne mal 20-30 Minuten brauchen um von einer Halle in die nächste zu gelangen. Für mich war das teilweise eine echte Geduldsprobe. Nichts würde es passender ausdrücken als meine eine Gruppe bei StudiVz: Ich hasse LangsamLatscher und ImWegRumsteher! Natürlich sollte man so eine Messe auch genießen und sich in Ruhe alles anschauen können. Aber in den Gängen zwischen den Hallen gibt es nichts anzuschauen. Da kann man meiner Meinung nach ruhig ein wenig schneller lang laufen und sollte vor allem nicht in der Mitte stehen bleiben und den Weg versperren. Immerhin wollen manche sich mehrere Lesungen anhören und müssen dafür eben auch die Halle wechseln. Wenn dieser Prozess dann jedes Mal eine halbe Stunde dauert, ist die Lesung vorbei, immerhin war für viele davon nur eine halbe Stunde eingeplant.

Nach Kerstin Gier habe ich mir dann auf jeden Fall erst einmal eine Pause gegönnt. Da nun alle mitgebrachten Bücher signiert waren, habe ich meinen Trolly schließlich auch an der Garderobe abgegeben und bin nur noch mit einer großen Papiertüte und einem kleinen Täschchen herumgelaufen, was eine echte Erleichterung war! Außerdem habe ich ein halbes Vermögen für eine winzig kleine Flasche Sprite ausgegeben. Die Preise dort waren teilweise wirklich ausverschämt, aber was tut man nicht alles für ein kühles Getränk – und man fährt ja auch nicht jeden Tag zu einer Messe. Nachdem ich neue Energie getankt hatte, erkundete ich die einzelnen Hallen und besuchte die verschiedenen Verlagsstände. Dabei habe ich auch gleich ein paar Kontakte geknüpft.

Gegen 16 Uhr taten mir dann schließlich so die Füße weh, dass ich mich so langsam auf den Heimweg machte, auch wenn mein Zug erst kurz vor 19 Uhr fahren sollte. Aber es dauerte ja schon einige Zeit wieder zur Garderobe zu kommen und die Sachen abzuholen, vor allem mit der schwer beladenen Tüte. Das Treffen mit L. hatte leider nicht geklappt. Ich bekam die SMS mit ihrem Standort erst als ich die Messe schon verlassen hatte und nicht mehr zurück konnte. Ist zwar wirklich schade, aber leider nicht zu ändern. Vielleicht ergibt sich ja ein anderes Mal noch die Gelegenheit dazu.

Gegen 17 Uhr kam ich schließlich beim Hauptbahnhof an. Ich hätte natürlich auch auf dem Messebahnhof warten können, aber erstens wäre es schwer geworden dann noch einen Sitzplatz zu bekommen und zweitens konnte ich am Hauptbahnhof wenigstens noch etwas essen gehen und mir dann später in Ruhe einen Sitzplatz suchen. Gegen 18 Uhr habe dann auf dem Gleis gewartet bis der Zug eine halbe Stunde später einfuhr. Habe die Zeit natürlich gleich zum Lesen genutzt.tongue

Kurz vor 19 Uhr fuhr der Zug dann zurück in Richtung Berlin und während der Rückfahrt habe ich natürlich geschlafen.laughing Gegen 21.30 Uhr war ich dann endlich zu Hause. Sobald ich mich auf den Sessel setzte oder wohl eher legte, war ich auch schon am Einschlafen, so müde war ich. In meinem Bettchen bin ich deshalb auch ganz schnell eingeschlummert.

Ja, das war mein Besuch bei der Leipziger Buchmesse 2010. Ich bin froh, dass ich endlich mal wieder hingefahren bin und werde sie nächstes Jahr vielleicht wieder besuchen. Kommt ganz darauf an, welche Autoren dort sein werden. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und war ein schönes Erlebnis, das ich nicht missen möchte.

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