Dez  12

[Top Ten Tuesday] Top Ten Favourite Books of 2017

12. Dezember 2017 | 22:01 | Mitgemacht

Nachdem ich ganz erschrocken festgestellt hatte, wie lange der letzte Top Ten Tuesday-Beitrag inzwischen bereits zurückliegt, wurde es endlich Zeit wieder einmal mitzumachen und das heutige Thema ist dafür ideal. Ich habe dabei natürlich nur die Bücher berücksichtigt, die ich bis dato beendet habe und mich auf die inhaltlichen Highlights konzentriert, also die Gestaltung komplett außen vor gelassen, sonst müssten Die Schöne und das Biest sowie Good Night Stories For Rebel Girls auch unbedingt noch auf der Liste stehen.

Gleich drei New Adult Bücher haben es auf die Liste geschafft, zwei davon von Bianca Iosivoni: Der letzte erste Blick, Der letzte erste Kuss und Berühre mich. Nicht.. Alle drei haben mir außerordentlich gut gefallen und zählen definitiv zu den besten Büchern, die das Genre zu bieten hat.

Außerdem gehören gleich zwei Graphic Novels zu den besten Büchern, die ich bisher in diesem Jahr gelesen habe: Die Stadt der träumenden Bücher – Buchhain und Wires and Nerve. Ersteres hat mich nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich total begeistert und geradezu sprachlos gemacht. Letzteres hat mir hinsichtlich der Illustrationen anfangs nicht so sehr zugesagt, konnte mich mit der Handlung dafür umso mehr überzeugen, zumal es unheimlich schön war die Figuren, die ich im Verlauf der Romanreihe so lieb gewonnen hatte, auf diese Weise wiederzutreffen.

Sieben Minuten nach Mitternacht hat mich sehr bewegt, obwohl ich die Geschichte durch die gelungene Verfilmung bereits kannte. Aquila konnte mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Royal Crush hat mir durchgängig ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert – genau wie ich es von meiner Lieblingsautorin erwartet hatte.

Bücherstadt hat mich positiv überrascht und mich daran erinnert, wie gern ich Fantasy lese, wohingegen Darm mit Charme mir gezeigt hat, dass Sachbücher weder langweilig noch trocken sein müssen, sodass ich in Zukunft vielleicht etwas öfter über den Tellerrand schauen werde.

Mai  02

[Top Ten Tuesday] Top Ten Covers Which Were The Reason Why I Bought The English Edition

02. Mai 2017 | 23:55 | Mitgemacht

Das Thema des heutigen Top Ten Tuesday konnte man sich im Prinzip selbst aussuchen und seiner Kreativität freien Lauf lassen, vorgegeben war im Grunde nur, dass es sich um Cover drehen sollte. Ich habe mich dafür entschieden euch meine Top 10 der Cover zu präsentieren, die ausschlaggebend dafür waren, dass ich die englische Ausgabe an Stelle der deutschen gekauft habe oder deretwegen ich gar nicht erst auf eine deutsche Übersetzung warten wollte.

Das Cover von Reawakened von Colleen Houck hat mir vom ersten Moment an unheimlich gut gefallen und die Fortsetzungen Recreated und Reunited gefallen mir optisch fast ebenso gut. Inhaltlich kann ich noch nichts zu der Reihe sagen, aber heute soll es ja ausdrücklich einmal nur um die Optik gehen und die stimmt hier definitiv.

The Stars Never Rise und The Flame Never Dies von Rachel Vincent sind ebenfalls wahre Augenweiden, vor allem ersteres. Prinzipiell mag ich Schmetterlinge ganz gern, oftmals lassen sie ein Cover aber sehr mädchenschaft und, im schlimmsten Fall, kitschig aussehen. Das ist hier jedoch durch die ansonsten eher dunkel gehaltene Gestaltung glücklicherweise nicht der Fall.

Diese Trilogie von Claudia Gray habe ich mir, und das gebe ich ganz offen zu, tatsächlich nur wegen der wunderschönen Cover gekauft. A Thousand Pieces of You musste ich einfach haben, schon allein wegen des Covers. Ob es mir inhaltlich gefällt, war mir im Grunde völlig egal. Vom Motiv her konnte Ten Thousand Skies Above You mich ebenso begeistern, farblich gefällt mir der erste Band besser. A Million Worlds with You gefiel mir dann wieder in beiderlei Hinsicht. Lesen muss ich die Bücher noch, aber selbst wenn sie mir nicht gefallen sollten, werde ich den Kauf vermutlich nicht bereuen.

Bei The Butterfly Clues von Kate Ellison habe ich mich im direkten Vergleich für das englische Cover entschieden, weil das deutsche einfach nicht annähernd so schön war wie das zweideutige Original. Das Genre kann man dem Buch sofort ansehen, nicht wahr? | Was mir am Cover von A Whole New World von Liz Braswell so gut gefällt, muss ich eigentlich nicht erklären, oder? Da es sich lediglich um eine Silhouette handelt, stört mich das Mädchengesicht auf dem Cover nicht im Geringsten, im Gegenteil. Es erzeugt im Zusammenspiel mit dem großartigen Palast eine wundervolle Wirkung.

Bei Maybe Someday von Colleen Hoover und Forgotten von Cat Patrick finde ich die Cover zwar hübsch, aber keinesfalls außergewöhnlich. Der Grund für den Kauf der englischen Ausgabe war bei diesen Büchern schlicht, dass ich die deutschen Cover entweder langweilig oder sogar hässlich fand und daher lieber die deutlich ansehnlicheren englischen Ausgaben im Regal haben wollte. | Im Unterschied dazu konnte mich das Cover von Kalahari von Jessica Khoury sofort verzaubern und in echt sieht es sogar noch schöner aus.

Als fest stand, dass ich Julie Kagawa auf einer Veranstaltung treffen würde, brauchte ich natürlich Bücher zum Signieren und hatte dabei unter anderem die Wahl zwischen den englischen und den deutschen Ausgaben von Talon. Die Wahl fiel mir allerdings nicht besonders schwer, denn das Original macht in meinen Augen wesentlich mehr her und sieht viel edler aus als die deutsche Variante. Außerdem mag ich Cover, die dem Leser allein durch das Motiv schon mal einen kleinen Hinweis auf den Inhalt des Buches geben. | Obwohl sich bereits die deutsche Ausgabe in meinem Regal befand, fand ich das Cover von An Ember in the Ashes von Sabaa Tahir so gelungen, dass ich unbedingt auch die englische Ausgabe meiner Bibliothek hinzufügen musste. Das Cover ist einfach großartig und wenn mich nicht alles täuscht, enthält die deutsche Ausgabe am Anfang auch nicht die wunderbare Karte, die im Original abgedruckt wurde.

Apr  25

[Top Ten Tuesday] Top Ten Things That Will Make Me Instantly Not Want To Read A Book

25. April 2017 | 13:05 | Mitgemacht

Das Thema des heutigen Top Ten Tuesday ist quasi das Gegenstück zum Thema der letzten Woche, sodass ich es natürlich nicht auslassen kann. Auch dieses Mal sind mir nach kurzem Überlegen wieder relativ schnell 10 Dinge eingefallen, die auf mich eher abschreckend wirken und daher definitiv nicht den Wunsch in mir wecken, ein bestimmtes Buch lesen zu wollen. Die Reihenfolge ist aber wie immer völlig willkürlich.

1. Instant Love
Ich liebe Liebesgeschichte, keine Frage, sonst würde ich wohl kaum so viele, romantische Bücher lesen. Eine solche Liebesgeschichte entfaltet jedoch nur dann ihre Wirkung auf mich, wenn sie glaubwürdig ist und ich nachvollziehen kann, warum sich die Charaktere ineinander verlieben, welchen Charakterzug sie besonders schätzen, etc. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn sie sich auf den ersten Blick anziehend finden, solange sie zu diesem Zeitpunkt nicht gleich von Liebe sprechen und sofort füreinander sterben würden. Das ist einfach unrealistisch und absolut nicht authentisch. Ich will die Schmetterlinge im Bauch spüren und das kann ich leider nicht, wenn die Figuren sich aus heiterem Himmel plötzlich lieben, ohne einander überhaupt richtig zu kennen und ohne erkennbaren Grund dafür.

2. Unselbstständige Protagonistinnen
Als selbstständige Frau sind mir Protagonistinnen zuwider, die nichts allein auf die Reihe kriegen und einen Mann brauchen, um sich vollwertig zu fühlen und ein Leben zu haben. Ich habe weder etwas gegen Männer noch gegen Beziehungen, aber man sollte sich in einer Beziehung gegenseitig ergänzen und nicht darin untergehen. Man sollte, ob Single oder in einer Beziehung, doch bitte einen eigenständigen Charakter, eigene Interessen, Träume, Wünsche, etc. haben und nicht sein ganzes Dasein auf eine andere Person ausrichten. Über eine Protagonistin, die die ganze Zeit wartend am Telefon sitzt, wenn der Freund mal eine Zeit lang nicht da ist, weil sie sonst offenbar nichts Besseres zu tun hat, kann ich also nur den Kopf schütteln. (Natürlich darf sie ihn vermissen, aber ihr sollte während seiner vorübergehenden Abwesenheit nicht völlig zum Stillstand kommen.)

3. Kurze, abgehackte Sätze
Der Schreibstil führt bei mir in der Regel selten zu Punktabzügen, weil ich grundsätzlich mit vielen, verschiedenen Facetten zurecht komme. Ich habe zwar gewisse Vorlieben, bin aber eigentlich allem gegenüber offen. Was ich allerdings überhaupt nicht ausstehen kann, sind kurze, abgehackte Sätze. Ein Buch kann selbstverständlich nicht nur aus langen Sätzen bestehen, aber wenn der Autor überwiegend solche kurzen, abgehackten Sätzen nutzt, stört das meinen Lesefluss erheblich. Da ich selbst aber nie so reden würde, kommt es mir total unnatürlich vor und schmälert mein Lesevergnügen. Von einem solchen Autor würde ich vermutlich kein zweites Buch lesen und wenn ich es vorher weiß, z.B. durch eine Leseprobe, würde ich ebenfalls Abstand davon nehmen.

4. Elfen und Zwerge
Ich lese gern Fantasy und bin da für fast alle Wesen zu haben, die das Genre zu bieten hat: Vampire, Werwölfe, Hexen, Sirenen, Gestaltwandler, etc. Was ich jedoch nicht mag, sind Elfe und Zwergen. Ich kann nicht einmal genau sagen, warum, aber irgendwie finde ich zu diesen Wesen keinen richtigen Zugang und kann somit nichts mit ihnen anfangen. Ein Buch mit Elfen oder Zwergen, spricht mich einfach nicht an.

5. Furchtbare Cover
Never judge a book by its cover – so heißt es zwar, aber trotzdem kann ein Cover durchaus ausschlaggebend sein. Wenn ich ein Cover so richtig furchbar finde, braucht es schon viel gutes Zureden, damit ich mir das Buch trotzdem näher ansehe. Erst einmal wird es völlig ignoriert und nur, wenn es mir dann von einer Person meines Vertrauens wärmstens empfohlen wird oder es beispielsweise extrem viele überschwängliche Rezensionen bekommt, würde ich es wieder in Betracht ziehen. Anders verhält sich das nur bei Büchern, auf deren Erscheinen ich ohnehin schon sehnsüchtig warte.

6. Krebs und andere Krankheiten
Obwohl ich inzwischen durchaus das eine oder andere Buch gelesen habe, in dem entweder der/die Protagonist/in selbst oder eine ihm/ihr nahestehende Person an einer schweren Krankheit leidet, die meistens im Verlauf des Buches zum Tod führt, bin ich kein Fan solcher Bücher und vermeide es sie zu lesen, weil mich das einfach viel zu sehr mitnimmt. Solche Bücher lösen Gefühle und Ängste in mir aus, die ich einfach nicht empfinden möchte. Bei einem Film kann ich das immer noch ganz gut verarbeiten, der ist nach zwei Stunden vorbei. Bei einem Buch, mit dem man sich viel länger und intensiver geistig beschäftigt, ist das anders. Es zieht mich zu sehr runter und mehr als einmal alle paar Jahre mute ich mir das deshalb nicht zu.

7. Schlechte Bewertungen
Geschmäcker sind verschieden, daher bekommt kein Buch ausschließlich gute Bewertungen. Es gibt immer jemanden, dem ein Buch, das man selbst geliebt hat, nicht gefallen hat. Wenn die Bewertungen, zum Beispiel bei Goodreads, aber fast schon unterirdisch sind und es deutlich mehr schlechte bis mittelmäßige Bewertungen gibt als gute, denke ich mir oft, dass das einen Grund haben wird. Vielleicht wäre das Buch in meinen Augen noch ganz nett, aber richtig begeistern könnte es mich vermutlich auch nicht.

8. Bücher, die missbräuchliche Beziehungen verherrlichen
Ich habe solche Bücher gelesen und fand sie zum damaligen Zeitpunkt vielleicht auch unterhaltsam, inzwischen habe ich jedoch genug davon und finde die Darstellung solcher Beziehungen mehr als bedenklich, wenn man beachtet, dass diese Bücher eben nicht nur von Erwachsenen gelesen werden, sondern auch von Jugendlichen, die sich erst noch selbst finden müssen. Eine Beziehung, in der der eine Partner den anderen kontrolliert oder ihn emotional erpresst oder Ähnliches, ist weder gut noch gesund. Sie sollten deshalb nicht romantisiert oder verherrlicht oder gar als normal oder erstrebenswert hingestellt werden. Sicher wird nicht jeder Jugendliche (oder Erwachsene) nach der Lektüre eines solchen Buches selbst solch eine Beziehung führen wollen. Aber denen, die vielleicht bereits in einer gefangen sind, wird nicht gerade vermittelt, dass sie sich daraus befreien sollten. Im Gegenteil, sie könnten den Eindruck bekommen, dass ihre missbräuchliche Beziehung völlig in Ordnung wäre.

9. Kriege
Ich mag keine Bücher, die von Kriegen handeln oder während eines Krieges spielen, insbesondere hinsichtlich des zweiten Weltkrieges. Der Grund dafür könnte die übermäßig häufige Behandlung dieses Themas in meiner Schulzeit sein. Versteht mich nicht falsch, natürlich muss der zweite Weltkrieg in der Schule behandelt werden, schon allein, damit so etwas hoffentlich nie wieder geschieht. Aber man kann es eben auch übertreiben. Wir haben ja nicht nur im Geschichtsunterricht darüber gesprochen, sondern wurden auch im Deutschunterricht ständig mit Nachkriegsliteratur gequält. Und für mich war es genau das, eine Qual. Ich muss keine langen Beschreibungen darüber lesen, wie Menschen leiden und aussehen, nachdem sie gerade von einer Sprengladung, einer Granate oder Ähnlichem getroffen wurden, um zu wissen, dass Krieg grausam und sinnlos ist. Vielleicht haben unsere Lehrer ja auch einfach nur die falschen Bücher ausgewählt, aber ich habe dieses Trauma offenbar noch nicht überwunden.

10. Religion
Als überzeugte Atheistin habe ich mit Religion nichts am Hut und kann nichts mit Büchern anfangen, die von Religion handeln oder streng religiöse Protagonisten haben. Ich kann mich dann einfach nicht gut mit ihnen identifizieren und viele ihrer Gedanken nicht nachvollziehen. Vielmehr ertappe ich mich dann immer wieder dabei, wie ich die Augen verdrehe und irgendwann total genervt bin. Es macht für mich jedoch einen großen Unterschied, ob das Buch in unserer Welt spielt oder in einer anderen Welt, in der eine fiktive Religion existiert oder die Menschen an einen Gott, eine Göttin oder mehrere Götter glauben, die tatsächlich existieren, wofür es dann auch Beweise gibt. Außerdem mag ich Bücher wie Der Goldene Kompass sehr gern, die Religion im Allgemeinen (oder eine bestimmte Religion im Speziellen) kritisieren.

Apr  18

[Top Ten Tuesday] Top Ten Things That Will Make Me Instantly Want To Read A Book

18. April 2017 | 23:15 | Mitgemacht

Das Thema des heutigen Top Ten Tuesday finde ich wieder sehr interessant und nach kurzem Überlegen sind mir sogar recht schnell 10 Dinge eingefallen, die in mir sofort den Wunsch auslösen ein Buch lesen zu wollen. Die Reihenfolge ist aber wie so oft völlig bedeutungslos.

1. Stiefbrüder
Es ist sicher kein Geheimnis, dass ich eine Schwäche für Liebesgeschichten zwischen einer Protagonistin und ihrem Stiefbruder habe. Ich kann gar nicht genau sagen, warum, aber ich kann ihnen meistens einfach nicht lange widerstehen. Angefangen hat es vielleicht schon damals mit Marmelade Boy und bis heute hat sich nichts daran geändert. Es gibt zwischen den Charakteren dann immer so eine verlockende Spannung von verbotener Liebe, obwohl ihre Beziehung nicht wirklich verboten ist, jedenfalls nicht rechtlich. Verwerflich finde ich sie in den meisten Fällen aber auch nicht. In der Regel sind solche Figuren ja nicht als Geschwister aufgewachsen.

2. Schüler/Lehrer-Beziehungen
Meine zweite, große Vorliebe sind Liebesbeziehungen zwischen einem (attraktiven, jungen!) Lehrer und einer ((fast) volljährigen!) Schülerin. Hier trifft das mit der verbotenen Frucht sogar noch mehr zu, immerhin muss zumindest der Lehrer immer mit rechtlichen Konsequenzen, insbesondere einer Kündigung, rechnen. Dennoch finde ich es einfach toll, wenn sie trotz aller Hindernisse für ihre Liebe kämpfen, zumal sie sich oftmals schon außerhalb der Schule kennengelernt haben und sich dann erst später in der Schule wieder begegnen. Und ein bisschen Nervenkitzel ist auch stets im Spiel, weil sie sich eben nicht erwischen lassen dürfen.

3. Empfehlungen
Es gibt Personen, deren Empfehlungen ich nahezu blind vertraue. Wenn eine solche Person mir sagt, dass ich ein Buch unbedingt lesen muss oder voller Begeisterung davon erzählt, dann verlasse ich mich auf dieses Urteil. Dazu zählen einige Freunde und ein paar ausgewählte Blogger, aber auch gewisse Autoren, insbesondere meine Lieblingsautorin.

4. Gelungenes Cover + interessanter Klappentext
Viele Bücher im Jugendbuchbereich haben 08/15-Cover, die ich nicht mehr sehen kann, was mich allerdings nicht zwingend vom Lesen abhält. Wenn jedoch ein Buch in dieser Hinsicht positiv aus der Masse heraussticht, anders ist und sofort meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann, schaue ich mir den Klappentext näher an. Wenn dieser dann so klingt als könnte mir die Geschichte wirklich gut gefallen, zum Beispiel Stiefbrüder darin vorkommen *g*, können mich nur noch wahrlich vernichtende Rezensionen vom Kauf abhalten.

5. Griechische Mythologie
Ich bin ein großer Fan der griechischen Mythologie und liebe daher Geschichte, die auf solchen Mythen basieren, insbesondere wenn es Liebesgeschichten sind. Mein Lieblingsmythos, falls ich denn überhaupt einen habe, ist der um Persephone. Ich würde also vermutlich jeden Roman lesen, der auf ihrem Mythos basiert, den ich in die Finger kriege. Bisher kenne ich allerdings nur drei, leider. Es dürfen aber auch gern andere Mythen sein.

6. Fairy Tale Retellings
Ich liebe Fairy Tale Retellings! Dabei ist es ganz egal, ob ein Buch nur einzelne Elemente aus einem Märchen beinhaltet, inhaltlich komplett auf nur einem Märchen basiert oder verschiedene Märchen darin miteinander verknüpft werden. Ich lese solche Bücher unheimlich gern und bin immer wieder auf der Suche nach neuen, interessanten Nacherzählungen. Im Prinzip ist mir auch nicht wichtig, um welches Märchen es geht oder aus welchem Land das Märchen stammt, ich bin da eigentlich für alles offen. Auf Abwandlungen von Die Schöne und das Biest richte ich allerdings ein besonderes Augenmerk.

7. Bestimmte Autoren
Die bloßen Namen bestimmter Autoren auf dem Cover lassen mich ein Buch manchmal auch unbedingt lesen wollen. Dazu zählt allen voran natürlich meine Lieblingsautorin Meg Cabot. Egal, was sie schreibt, ich lese es! Von ihr würde ich vermutlich sogar irgendein Sachbuch lesen, dessen Thema mich eigentlich gar nicht interessiert. Die Namen Nina Blazon, Marc Levy, Kai Meyer, Colleen Hoover, Kerstin Gier, Ursula Poznanski und Nicholas Sparks gehören inzwischen aber auch schon seit geraumer Zeit dazu. Wenn sie noch einmal einen Volltreffer bei mir landen, schaffen diesen Sprung auch Ally Carter und Jennifer L. Armentrout. Marissa Meyer, Colleen Houck und Sophie Jordan sind ebenfalls kurz davor.

8. Toughe Heldinnen
Ich bevorzuge Bücher mit toughen Heldinnen, also Frauen, die selbstständig sind und sich behaupten können. Die Männer zwar nicht hassen, deren Leben sich aber nicht nur um ihren Freund/Ehemann drehen; die ihn nicht brauchen um glücklich zu sein. Protagonistinnen, die für sich selbst kämpfen und ein Ziel vor Augen haben, sich nicht unterkriegen lassen und sich niemandem unterwerfen. Frauen, die als Vorbild fungieren können. Die nicht perfekt, aber dennoch selbstbewusst sind und sich nicht verändern nur um jemand anderem zu gefallen.

9. Adaptionen englischer Klassiker
Außerdem stehe ich auf Adaptionen englischer Klassiker, insbesondere Stolz & Vorurteil und zahlreiche Werke von Shakespeare, zumal im Grunde beinahe alle Liebesgeschichten auf ersterem – aus Hass wird Liebe – oder Romeo & Julia – die tragische, verbotene Liebe – basieren. Das ist vermutlich einer der Gründe, warum ich Bridget Jones so sehr liebe. Es macht Spaß beim Lesen gewisse Parallelen zu entdecken, vor allem, da man nie alle gleich beim ersten Mal bemerkt.

10. Bücher über Bücher
Wer liebt sie nicht? Jeder, der leidenschaftlich gern Bücher liest, liebt doch Bücher über Bücher, oder etwa nicht? Wer träumt denn nicht schon seit Kindertagen von der Bibliothek, mit der das Biest Belle so beeindrucken konnte? Dazu gehören für mich alle Bücher, in denen (andere) Bücher vorkommen, aber auch Bücher, in denen der Protagonist Buchhändler ist oder Lektor oder, noch besser, Buchblogger! Oder schlicht Bücher, deren Helden unheimlich gern lesen und genauso von Büchern schwärmen wie wir im besten Fall von der entsprechenden Lektüre. Mit solchen Figuren kann ich mich immer auf Anhieb gut identifizieren und interessiere mich augenblicklich für ihre Geschichte.

Apr  05

[Bloggeraktion] Der schwarze Thron

05. April 2017 | 22:45 | Mitgemacht

Der Kampf um den Thron hat begonnen!

Zum Erscheinen von Der schwarze Thron – Die Schwestern von Kendare Blake am 9. Mai 2017 hat Penhaligon sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Gleich 60 verschiedene Blogger treten in drei Teams – Elementwandler, Giftmischer, Naturbegabte – gegeneinander an um ihre jeweile Königin auf den Thron zu bringen. In den kommenden Wochen werdet ihr also auf zahlreichen Blogs Informationen und spannende Beiträge zum Buch sowie den drei potenziellen Königinnen finden.

Ich gehöre zum Clan der Naturbegabten, die weitab von den großen Städten der Elementwandler sowie Giftmischer leben und Arisone auf dem Thron sehen wollen. #ArsinoeForQueen Bei wem sich dieses Talent entfaltet, der kann mit der Natur kommunizieren, Pflanzen wachsen lassen und die Kräfte der Natur für sich nutzen. Zudem haben Naturbegabte einen Tiergefährten, genannt Familiaris, der an ihrer Seite wacht und für sie kämpft. Das Haus Milone erzieht die Naturbegabten-Königin und lehrt sie das Überleben in der Wildnis. Doch die Naturbegabten suchen nicht den Krieg – sie wollen frei und in Frieden auf der Insel Fennbirn leben.

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …

Seit Montag lesen wir, der Clan der Naturbegabten, das Buch gemeinsam und lassen euch über den Hashtag #TogetherWithArsinoe an unseren Eindrücken teilhaben. Vielleicht gelingt es uns so eure Vorfreude auf das Buch noch zu steigern.

Die folgenden Blogs unterstützen ebenfalls den Clan der Naturbegabten um Arsinoe schließlich auf dem Thron zu sehen:

Büchersüchtiges Herz | Büchertraum | Fantasie und Träumerei | Jade and her books | Lilstar | My Charming Books | Netti – Ein Leben ohne Bücher ist möglich, aber sinnlos | Rawrpunx | Sally Skellington | Sarahs Bücherwelt | Schreibtrieb | Sophias Bookplanet | Süchtig nach Büchern | Tausend Bücher | The Wonderland Books | Two Heads | TVSC’s kleine Welt | Yvonnes Bücherecke | Zauberhafte Bücherwelt

Mrz  28

[Top Ten Tuesday] Top Ten Authors I’m Dying To Meet (Again)

28. März 2017 | 23:45 | Mitgemacht

Nach einer gefühlten Ewigkeit nehme ich heute endlich einmal wieder am Top Ten Tuesday teil, denn das Thema finde ich ziemlich interessant. Außerdem passt es auch zeitlich gerade ganz gut, da die diesjährige Leipziger Buchmesse, auf der ich wieder vielen, tollen Autoren begegnet bin, gerade erst vorüber ist.

Jennifer L. Armentrout und Ally Carter sind zwei Autorinnen, von denen ich inzwischen einige Bücher gelesen habe, die mich bisher jedoch nie enttäuscht haben. Erstere schreibt einfach wunderbare, phantastische Liebesgeschichten und ich bin schon gespannt darauf mehr von ihr zu lesen, insbesondere ihre New Adult Romane. Letztere hat einen tollen Sinn für Humor, wodurch mich ihre Bücher immer wieder zum Schmunzeln bringen. Ich bin neugierig, ob diese beiden Frauen mir im echten Leben genauso sympathisch wären wie ihre stets liebenswerten Protagonisten. | Meg Cabot ist bekanntlich meine Lieblingsautorin und ich hatte schon einmal das Glück sie treffen zu dürfen. Das ist inzwischen allerdings sehr, sehr lange her, weshalb ich sie nur zu gern ein weiteres Mal treffen würde. Beim letzten Mal war ich noch wesentlich jünger und total nervös, dieses Mal würde ich mich - hoffentlich - besser mit ihr unterhalten können und sie einiges zu ihren Büchern fragen.

Colleen Houck, Sophie Jordan und Marissa Meyer würde ich gern einmal persönlich treffen, weil ich ihre Bücher unglaublich gut fand und gern mehr darüber erfahren würde, wie sie auf die Ideen dazu kamen, wie es ihnen beim Schreiben erging und welche Projekte als nächstes anstehen. Insbesondere erste würde ich auch zu möglichen Adaptionen befragen, schließlich ist eigentlich gerade eine in Planung. | Zu J.K. Rowling muss ich wohl nichts sagen, oder? Wer würde die Erschafferin des Harry Potter Universums nicht gerne treffen? Ich hätte ja sooo viele Fragen.

Victoria Scott, Kathryn Smith und Anna Jarzab würde ich vor allem treffen wollen um ganz genau in Erfahrung zu bringen, wie ihre leider abgebrochenen Trilogien hätten enden sollen. Ich fand die jeweiligen Serien großartig und bin alles andere als erfreut darüber, dass die Bücher selbst in den USA nicht mehr veröffentlicht wurden, sodass ich nicht einmal die Möglichkeit habe die Bücher einfach im Original zu lesen, obwohl ich doch nur zu gern wissen würde, wie ihre jeweiligen Geschichten enden.

Jan  03

[Blogparade] Zum Jahresende 2016 …

03. Januar 2017 | 15:05 | Mitgemacht

Auch dieses Mal nehme ich wieder an der Blogparade von BuchSaiten teil, die in diesem Jahr von Die Liebe zu den Büchern organisiert wird, und stelle mich nun schon zum siebten Mal den fünf Fragen. Zu den meisten Fragen fallen mir wieder einige Bücher ein, doch auch in diesem Jahr habe ich mich dazu gezwungen mich auf jeweils nur einen Titel zu beschränken.

Welches war das Buch im letzten Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

Wie jedes Jahr: Ich lese eigentlich keine Bücher, von denen ich mir wenig verspreche, daher beziehe ich mich vor allem auf den letzten Teil der Frage und weniger auf den ersten. Als ich Flawed begann, hatte ich mit einem guten Buch gerechnet, das mir gefallen würde. Ich hatte jedoch nicht erwartet, das mich das Buch sowie die Fortsetzung dermaßen umhauen würden, wie es dann tatsächlich der Fall war. Diese Dilogie ist einfach absolut genial und ich bin nach wie vor restlos begeistert. Beide Bände zählen zu den Highlights meines Jahres, daher hoffe ich sehr, dass Cecelia Ahern noch weitere Jugendbücher schreiben wird.

Welches war das Buch im letzten Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?

Die größte Enttäuschung dieses Jahres war für mich zweifelsfrei der erste Band der Betwenn the Lines Reihe von Tammara Webber. Nach dem großartigen Easy hatte ich mit einem ähnlich guten Buch gerechnet, bekommen habe ich das aber leider nicht. Der Protagonist war unausstehlich mit seiner Arroganz sowie seiner Selbstsucht. Es ist mir immer noch schleierhaft, was man an dem Typ mögen soll. Ich konnte jedenfalls keine einzige liebenswerte Eigenschaft an ihm entdecken. Sehr, sehr schade.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung im letzten Jahr und warum?

Ich habe das Buch und die Autorin schon gefühlte tausendmal gelobt, doch auch an dieser Stelle möchte ich wieder Bianca Iosivoni nennen, die mit Was auch immer geschieht eines meiner Jahreshighlights geschrieben hat. New Adult gehört inzwischen schon lange zu meinen Lieblingsgenres und ich lese einige Bücher daraus, dennoch stach ihr Roman meiner Meinung nach aus der Masse heraus – und das überaus positiv. Es kommt selten vor, dass ich mich Monate später noch so gut an die Handlung und die Figuren erinnern kann. Ich freue mich deshalb schon sehr auf ihren nächsten New Adult Roman, der zum Glück schon in diesem Jahr erscheint.

Welches war euer Lieblings-Cover im letzten Jahr und warum?

Diese Frage zu beantworten fällt mir immer besonders schwer, denn es gibt so viele tolle Cover. Entschieden habe ich mich letztendlich für Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht, weil ich die Neugestaltung der ganzen Serie unheimlich gelungen finde und der zweite Band mir optisch am besten gefällt. Obwohl ich kein Pink/Rosa mag, gefällt mir die Farbe sehr gut und Bambi ist ein echter Hingucker. Schon allein wegen des Covers wollte ich das Buch unbedingt im Regal haben (statt nur auf dem eReader). Es ist also definitiv eines meiner Lieblingscover.

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2016 lesen und warum?

Zu dieser Frage würden mir etliche Bücher einfallen, vor allem natürlich kommende Neuerscheinungen, doch spontan kam mir als erstes ein Buch in den Sinn, das bereits erschienen ist: Zorn & Morgenröte. Dieses Buch wollte ich schon das ganze vergangene Jahr über lesen und habe es auch längst im Regal, ich bin nur leider nicht dazu gekommen es auch tatsächlich zu lesen. Das soll sich in den kommenden Monaten unbedingt ändern, schließlich klingt der Klappentext total interessat. Außerdem habe ich bisher fast nur Gutes darüber gehört und die Fortsetzung lässt ebenfalls nicht mehr lange auf sich warten.

Apr  04

[Lesung] Isabel Abedi

04. April 2016 | 17:11 | Erlebt, Mitgemacht

Am 9. März 2016 fand im Schlosspark Theater in Berlin die Buchpremiere zu Die längste Nacht, dem neuesten Jugendroman von Isabel Abedi, das erst eine knappe Woche später in die Buchläden kam, statt und als großer Fan der Autorin war auch ich bei der ausgebuchten Veranstaltung natürlich mit von der Partie.

Nach einer kurzen Einführung durch Moderatorin Theresa Feldhaus, Mitarbeiterin der Literaturinitiative, die die Lesung organisiert hatte, wurde Isabel Abedi, die passend zum Cover in einem schwarzen Kleid und gelben Strumpfhosen erschien, auf die Bühne gebeten und mit tosendem Applaus von den anwesenden Gästen, hauptsächlich Schüler diverser Berliner Schulen, begrüßt. Sie strahlte vor Freude über das neue Buch, das sie selbst an diesem Tag ebenfalls zum ersten Mal in den Händen hielt. Im Gepäck hatte sie außerdem die beiden Musiker Sarah Schüddekopf und Ramòn Lazzaroni, die sie während der Lesung mit verschiedenen Instrumenten, darunter Cello und Saxophon, begleiteten.


Etwa eine Dreiviertelstunde lang konnten die Zuhörer abwechselnd der Stimme Isabel Abedis, die mehrere Szenen aus dem Buch vortrug, und dazu passender, stimmungsvoller Musik, die die Atmosphäre gekonnt unterstrich und auch einen thematischen Bezug zur Handlung hatte – teilweise kommen die Instrumente und Lieder nämlich in dem Roman vor – lauschen.

Danach übergab die Literaturinitiative das Wort an die Autorin, die zunächst ihren Dank an alle Beteiligten, einschließlich des Publikums, aussprach und anschließend zahlreiche Fragen beantwortete. Sie verriet, dass ihre Charaktere früher oder später immer lebendig werden und sie als Autorin dann kontrollieren würden. Sie bekämen dann wie Pinocchio einen eigenen Willen. Das passiere ihr bei jedem Buch und hier ganz besonders. Die Protagonistin Vita habe sie sogar dazu veranlasst noch einmal die Handlung zu ändern.

Die längste Nacht ist ihr fünftes Jugendbuch und trug den Arbeitstitel „Das Manuskript“. Über den Titel entscheide meist der Verlag, Isabel Abedi habe jedoch zumindest ein Mitspracherecht und sei auch selbst auf den endgültigen Titel gekommen. Der Verlag hält das Buch für Leser ab 14 Jahren geeignet; der Autorin fiel diese Einordnung etwas schwerer, weshalb sie es einfach all jenen empfehlen würde, die sich bereits dafür interessieren.

Wie lange sie insgesamt an dem Buch gearbeitet habe, sei ebenfalls schwer zu sagen. Die Idee habe sie schon vor ca. vier Jahren gehabt, aber zwischendurch an anderen Büchern gearbeitet. Die reine Schreibzeit habe wohl um die sechs Monate betragen. Die Geschichte selbst sei einfach irgendwann zu ihr gekommen. Den Ort, an dem die Handlung spielt, kenne sie selbst sehr gut, weil sie oft dort gewesen sei. Und schließlich sei dann der Wunsch entstanden eine Geschichte zu schreiben, die dort spielt und ein Bild in dem im Buch erwähnten Kloster habe dann den Anstoß gegeben. Näher könne sie das jetzt allerdings nicht erklären, das würde zu viel verraten.


Ihr erstes Buch habe sie im Alter von acht Jahren geschrieben und ihrer Mutter zum Geburtstag geschenkt. Ihr erster veröffentlichter Roman erschien vor 17 Jahren. Ihre Manuskripte schreibe sie stets gleich am PC, Ideen hingegen auf alles, worauf sich schreiben lasse, inklusive Toilettenpapier.

Wie lange sie zum Schreiben brauche, sei von Buch zu Buch sehr unterschiedlich. Von Stunden (bei einem Bilderbuch) bis zu Jahren (bei einem Roman) sei im Prinzip alles vertreten.

Ihr liebstes Buch, wenn sie denn überhaupt eines habe, sei immer das neueste. Ansonsten könne sie keine Entscheidung treffen. Das sei wie bei den eigenen Kindern, selbst wenn sie insgeheim ein Lieblingskind hätte, würde sie es nie laut nennen.

Sie liebe ihren Beruf, trotzdem sei das Schreiben nicht immer nur spaßig. Es habe genauso Phasen gegeben, in denen sie darunter gelitten hat, dass sie nicht wusste, wie es weitergehen soll. Das Schreiben sei ihre Leidenschaft, doch in Leidenschaft stecke eben auch das Wort „Leiden“. Jeder, der Bücher schreiben will, müsse daher wissen, dass es nicht immer einfach sein wird.

Damit war die Zeit leider schon vorüber, auch wenn längst noch nicht alle Fragen beantwortet waren. Im Anschluss signierte Isabel Abedi im Foyer aber natürlich noch Bücher, darunter vor allem zahlreiche Exemplare von Die längste Nacht, die pünktlich zur Lesung frisch aus der Druckerei gekommen waren.


Wer wollte, konnte diese Zeit zudem nutzen um noch ein paar eigene Fragen loszuwerden. Als ich mich schon einmal nach dem nächsten Jugendroman erkundigte, antwortete sie zu meiner Freude, dass es nicht wieder sieben Jahre auf sich warten lassen solle. Wann genau es erscheine, könne sie noch nicht sagen, zumal sie auch noch kein konkretes Thema habe, nur, dass es nicht wieder so lange dauern solle. Ein Buch habe sie außerdem schon angefangen und bislang etwa 150 Seiten geschrieben, das brauche jedoch noch Zeit, da es sich um ein sehr besonderes Projekt handele, und pausiere deshalb gerade. Vielleicht werde das schon ihr nächstes Buch, vielleicht komme erst ein anderes.

Des Weiteren erfuhr ich noch, dass Isabel Abedi Ende März selbst das Hörbuch zu Die längste Nacht einlesen wird bzw. inzwischen vermutlich bereits eingelesen hat. Wer an keiner ihrer Veranstaltungen teilnehmen konnte, wird später also zumindest so einen Eindruck von der interessanten Lesung gewinnen können.

[Dieser Artikel gehört zur aktuellen Blogtour zu Die längste Nacht. Morgen geht es auf Manjas Buchregal mit einem Beitrag zum Soundtrack weiter.]

Dez  12

[Blogtour] Das Tal von Krystyna Kuhn – Teil 2

12. Dezember 2013 | 10:15 | Mitgemacht, Nachgefragt

Im zweiten Teil des Interviews zur Blogtour erfahrt ihr heute etwas mehr über ihre Charaktere, ihre Lieblingsautoren, in welche Rolle sie gern einmal schlüpfen würde und vieles mehr. Morgen geht es dann hier weiter. ;)

Entspringen Ihre Charaktere vollständig Ihrer Phantasie oder denken Sie dabei an reale Personen, wie z. B. Freunde oder Schauspieler?
Sie entspringen der Fantasie und – der Frage: Wie würde ich gerne sein?Was schätze ich an Menschen, was hasse ich? In dieser Beziehung ähnle ich einem Schauspieler. Ich versuche die Leidenschaften einer Figur auszuleben. Wenn ich meine Charaktere verstehe, dann nähere ich mich dem Universum „Mensch“.

Gibt es in Ihren Romanen einen Charakter, den sie besonders schätzen oder mit dem sich am meisten verbunden fühlen? Falls ja, wer ist es und warum? Und gibt es einen, den Sie nicht sonderlich mögen?
Niemand mag Debbie. Ich auch nicht. Aber vielleicht ist sie die ehrlichste aller Charaktere. Ansonsten bewundere ich Rose, ich mag die Tiefgründigkeit von Robert, Benjamins Humor, Katies Willen, den Philantropen David, die Aggressivität von Chris. Okay, Julia ist mir im Laufe der Bände fremd geworden. Weil sie sich nicht wehrt.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit, wenn Sie mal nicht mit dem Schreiben beschäftigt sind?
Der Tag hat zu wenig Stunden, um Freizeit zu haben. Ich plädiere für eine neue Zeitrechnung. Fordere von der Wissenschaft, ein Mittel zu erfinden, dass man nicht schlafen muss. Und wenn ich doch mal abschalten will, treffe ich Freunde und … lese.

Haben Sie ein Lieblingsbuch und/oder –autor?
Jodi Picoult – Sie erzählt die brisantesten, menschlichen Konflikte.
Stephen King – Seine Fantasie ist grenzenlos.
Kevin Brooks – er schreibt die besten Jugendbücher.
Astrid Lindgren – sie gibt Erwachsenen eine Vorstellung, was Kindheit bedeutet.

Wenn Sie einen Tag in die Rolle irgendeiner Figur aus einem Buch oder Film schlüpfen könnten, welcher wäre es?
„Oh O Captain! My Captain!“ – Die Figur des Lehrers in „Der Club der toten Dichter“. Und als Elizabeth Bennett würde ich mich gerne in Mr Darcy verlieben.

Mit welcher Person (tot oder lebendig) würden Sie gerne mal einen ganzen Tag verbringen, wenn Sie könnten und warum?
Mit Meryl Streep über ihre Rollen; mit meinem Vater (gestorben 1998) über die Fragen, die geblieben sind; mit meiner großen Jugendliebe, warum wir nie zusammen fanden; mit Stephen Spielberg über Filme und dem King of Queens, weil ich gerne mal in seinem Truck mitfahren würde.

Ein paar meiner Leser schreiben selbst auch. Haben Sie ein paar Tipps für sie?
Nicht aufhören. Nicht die Geduld verlieren. An die Grenze gehen – immer.

Dez  11

[Blogtour] Das Tal von Krystyna Kuhn – Teil 1

11. Dezember 2013 | 15:40 | Mitgemacht, Nachgefragt

Ich habe zwar noch nicht alle Bände gelesen, doch bisher konnte Krystyna Kuhn mich auf jeden Fall mit ihrer mysteriösen Serie Das Tal begeistern. Deshalb freue ich mich sehr, dass die große Blogtour zum Finale der Reihe heute (und morgen) auf meinem Blog halt macht. Zu diesem Anlass habe ich die Autorin um ein Interview gebeten und heute präsentiere ich euch den ersten Teil ihrer kurzen, aber interessanten Antworten. An dieser Stelle nochmals ein Dankeschön an Frau Kuhn für die Beantwortung der vielen Fragen.

Mit dem achten Band ist die Tal-Serie nun zu Ende. Wie fühlt sich das an?
Wie kurz unter dem Gipfel, nur es geht nicht weiter.

Planen Sie schon einen weiteren neuen Roman oder gar eine neue Serie? Wenn ja, können Sie uns schon etwas darüber verraten?
Ich plane, aber verraten kann ich noch nichts – nur … es wird wieder eine Serie.

Wie planen sie Ihre Romane überhaupt? Wie recherchieren Sie für Ihre Bücher?
Am wichtigsten sind die Charaktere. Ich muss ein Bild von Ihnen im Kopf haben, ein Gefühl für sie entwickeln, ihre Konflikte verstehen und ihre Sprache sprechen.
Ansonsten bin ich im Internet unterwegs, beobachte Menschen, Orte, Situationen. Ich lese viel … denke viel … frage viel. Als Autor ist man immer online, eine Art XXL-Gigabyte-Speicherkarte.

Woher nehmen Sie im Allgemeinen die Inspiration zu Ihren verschiedenen Büchern?
Mich inspirieren die ungelösten Fragen der Menschheit – wenn ich keine Antworten zu Fragen habe, muss ich schreiben.

Hatten Sie jemals Zweifel daran, eines Ihrer Bücher zu Ende zu schreiben bzw. waren während des Schreibens nicht mehr überzeugt von der ursprünglichen Idee?
Manchmal überkommt mich Panik: Wo geht der Weg entlang? Wie komme ich zum Ziel?

Bislang haben Sie vor allem Thriller geschrieben. Können Sie sich vorstellen einmal ein völlig anderes Genreauszuprobieren?
Oh ja – ich würde gerne einmal etwas Lustiges, Sarkastisches schreiben. Galgenhumor ist für mich eine der wichtigsten Überlebensstrategien.

Wenn Sie die Chance hätten mit einem anderen Autor ein Buch zu schreiben, wer wäre es und warum?
Super Frage: Kevin Brooks, Nick Hornby, Wladimir Kaminer, dem Physiker Harald Lesch und … Astrid Lindgren.

War es schon immer Ihr Traum Schriftstellerin zu werden? Oder hat sich das eher zufällig so ergeben?
Nichts ist Zufall. Nichts ist geplant. Die Verbindung dazwischen heißt Intuition. Bücher und Geschichten sind für mich geistige Grundnahrungsmittel. Ich kann ohne Bücher nicht leben.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Beruf? Was gefällt Ihnen nicht so sehr?
Freiheit. Die Fluchtmöglichkeiten. Das Mysterium des Schreibens. Dazu brauche ich die Isolation und hasse sie gleichzeitig.

Gibt es einen Roman unter Ihren eigenen, den sie besonders mögen oder mit dem Sie rückblickend eher unzufrieden sind? Wenn ja, welche und warum?
Ich liebe den ersten Krimi für Erwachsene: Fische können schweigen. Das erste Jugendbuch: Schneewittchenfalle. Weil ich damals noch unwissend, intuitiv und naiv war. Noch einmal würde ich schreiben wollen: Das Tal. Das Spiel. Weil ich jetzt mehr weiß, als am Anfang.

Welche Szene fiel Ihnen beim Schreiben bisher am schwersten? Oder am leichtesten?
Am leichtesten fällt mir immer das Ende. Das schwerste ist das erste Kapitel.

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