[Interview] Bianca Iosivoni

06. September 2017 | 13:28 | Nachgefragt

Seit ich ihren wundervollen New Adult Roman Was auch immer geschieht gelesen habe, bin ich ein Fan von Bianca Iosivoni und habe natürlich auch Der letzte erste Blick, den Auftakt zu ihrer neuen New Adult Reihe, sofort verschlungen. Mit diesem konnte sie mich ebenfalls begeistern, weshalb ich es nun kaum noch erwarten kann die Fortsetzungen zu lesen. Der letzte erste Kuss erscheint zum Glück schon im nächsten Monat. Außerdem habe ich die Autorin nach dem Lesen des ersten Bandes um ein Interview gebeten und erfreulicherweise hat sie zugesagt und inzwischen all meine Fragen beantwortet.

An dieser Stelle also noch einmal ein großes Dankeschön an Bianca Iosivoni, die sich für das Beantworten der Fragen Zeit genommen hat!

Wann oder wie bist du auf die Idee zu „Der letzte erste Blick“ gekommen?
Genau genommen waren Elle und Luke aus Der letzte erste Kuss zuerst da, aber ihre Geschichte lag noch eine ganze Weile in der Schublade. Dann habe ich die Promises of Forever-Reihe geschrieben. In Band 2, Pain of Today, taucht Emery als vorlaute kleine Schwester des Protagonisten Rob auf, die ein paar Probleme in der Schule hat. Ich wusste sofort, dass sie ihre eigene Geschichte bekommen muss. Ursprünglich sollte sie an dasselbe College gehen wie die Leute aus der Promises of Forever-Reihe, aber dann dachte ich mir: Hey, was wäre, wenn ich sie an dieselbe Uni schicke wie Elle und Luke? Tate, Trevor und Mason gab es schon, da hat Emery wunderbar hineingepasst und mit Dylan war die Clique dann komplett.

Woher nimmst du im Allgemeinen die Inspiration zu deinen verschiedenen Büchern?
Die kommen von überall her. Das kann ein bestimmtes Lied sein, eine Situation, ein Gespräch, ein Bild, eine Person, ein Satz in einem Buch oder Film, ein Traum oder schlichtweg ein „Was wäre, wenn …“. Inspiration fließt aus allen Richtungen in meine Bücher ein.

Beim Lesen sind mir einige Parallelen zu „Der Widerspenstigen Zähmung“ aufgefallen. War das von Anfang an so beabsichtigt oder entwickelte sich das eher zufällig?
Das war absoluter Zufall und mir selbst nicht einmal bewusst, bis ich es in deiner Rezension gelesen habe. Aber jetzt freue ich mich über diesen Vergleich und fühle mich sehr geehrt.

Wer ist deine Lieblingsfigur aus der Clique?
Uh, schwierig. Das kann ich gar nicht so genau sagen, da die einzelnen Leute so unterschiedlich sind. Elle und Luke werden immer etwas ganz Besonderes für mich sein, weil ihre Geschichte meine allererste Idee im New-Adult-Genre war, aber Emery und Dylan habe ich auch furchtbar liebgewonnen und Tate … ist einfach Tate. Mason mag ich wegen seiner coolen und gleichzeitig dramatischen Art, während Trevor und Grace noch ziemlich verschlossen sind und mir noch nicht all ihre Geheimnisse verraten haben. Kurzum: Sie sind alle mein Liebling!

Entspringen deine Charaktere vollständig deiner Phantasie oder denkst du dabei an reale Personen, wie z. B. Freunde oder Schauspieler?
Rein charakterlich entspringen sie meiner Fantasie. Was das Aussehen angeht, nutze ich häufig Vorlagen von Schauspielern, Models, Sportlern etc., die am nächsten an das herankommen, was ich mir ausgemalt habe. Was bestimmte Macken oder Besonderheiten angeht, nehme ich gerne auch mal etwas aus meinem Umfeld. So hasst eine liebe Freundin von mir zum Beispiel jedes Lied von Coldplay – eine Eigenschaft, die Tate sich nun mit ihr teilt.

Wie viele Bände soll die Reihe nun eigentlich insgesamt umfassen? Zu „Der letzte erste Kuss“ gibt es ja inzwischen schon ein paar Informationen. Aber von wem sollen die darauffolgenden Teile handeln? Wirst du auch Tates Geschichte in einem eigenen Roman erzählen?
Es wird insgesamt vier Bände geben. Tate ist in Band 3 als Nächstes dran und ich freue mich schon darauf, ihre Geschichte zu schreiben. Gleichzeitig habe ich auch großen Respekt davor, weil Tates Geschichte nicht ganz so lockerflockig werden wird wie z.B. die von Emery. Aber ich hoffe, die LeserInnen werden sich trotzdem in Tate verlieben und mit ihr mitfiebern.

Warum hast du dich entschieden die Handlung in West Virginia anzusiedeln? Warst du selbst schon einmal dort?
In West Virginia war ich leider noch nie, aber es steht ganz weit oben auf meiner Reiseliste, da ich mich sofort in die wilde Natur verliebt habe. Daher musste ich diese Geschichte einfach dort spielen lassen.

War es schon immer dein Traum Schriftstellerin zu werden?
Ich wünschte, ich könnte Ja sagen, aber das wäre gelogen. Als Kind hatte ich viele Berufswünsche, die sich im Laufe der Zeit immer mehr geändert haben. Von Tierärztin über Erzieherin und Physiotherapeutin bis hin zu Journalistin war alles dabei. Dass es etwas mit Schreiben zu tun haben soll, hat sich dann immer deutlicher herauskristallisiert, aber es hat eine Weile gedauert, bis ich beim Autorendasein gelandet bin.

Was gefällt dir besonders an dem Beruf? Was gefällt dir vielleicht nicht so sehr?
Die Freiheit, das tun und lassen zu können, was und wie ich will. Dadurch kann ich meine Tage und Arbeitszeiten völlig frei gestalten (außer eine Deadline sitzt mir gerade im Nacken). Gleichzeitig ist das auch das Schwierige daran, denn wenn dich niemand kontrolliert, wer sorgt dann dafür, dass du alles schaffst, was du dir vorgenommen hast?

Welche Szene fiel dir beim Schreiben bisher am schwersten? Oder am leichtesten?
Am schwersten fallen mir Beschreibungen, daran feile ich oft am längsten. Am leichtesten gehen mir Dialoge und Interaktionen zwischen den Charakteren von der Hand. Und Gefühle.

Wer liest die Werke, an denen du gerade arbeitest, zuerst?
Meine wunderbare Betaleserin Melanie, die bis auf Der letzte erste Blick jedes Buch von mir gelesen, zerfetzt, gelobt und kritisiert hat. Daneben habe ich je nach Projekt noch ein bis maximal drei weitere BetaleserInnen. Erst wenn sie es gelesen haben und ich das Manuskript überarbeitet habe, bekommen es meine Agentinnen und Lektorinnen zu sehen.

Bei Ravensburger erscheint bald der Auftakt zu deiner „Soul Mates“ Reihe. Auf welche Projekte (und Genre?) dürfen wir uns in naher Zukunft sonst noch freuen?
Ja, und ich bin schon total aufgeregt! In naher Zukunft dürft ihr euch auf weitere Young Adult Fantasybücher und New Adult Romane von mir freuen. Mehr kann ich dazu noch nicht verraten, nur dass einiges in Planung ist.

Sind für die nächste Zeit vielleicht irgendwelche Lesereisen geplant?
Lesereisen nicht, da ich momentan für einige Monate im Ausland bin. Aber ich werde auf der Frankfurter Buchmesse sein. Die offiziellen Termine gebe ich rechtzeitig auf meiner Website und meinen Social-Media-Kanälen bekannt.

Was machst du gern in deiner Freizeit, wenn du einmal nicht mit dem Schreiben beschäftigt bist?
Ich lese unheimlich gern, liebe es, fremde Städte zu erkunden, wandern und spazieren zu gehen, zu fotografieren, Neues zu lernen und Filme, Serien und Let’s Plays zu schauen.

Hast du ein Lieblingsbuch und/oder –autor?
Jein. Es gibt so viele wahnsinnig talentierte AutorInnen da draußen und so viele fantastische Bücher. Ein Vorbild wird für mich immer Jennifer L. Armentrout sein, weil sie so viel und großartig schreibt.

Wenn du einen Tag in die Rolle irgendeiner Figur aus einem Buch oder Film schlüpfen könnten, welche wäre es?
Oh, wow, das ist schwierig. Als Erstes ist mir da natürlich Hogwarts eingefallen. Die Figur ist nicht so wichtig, ich will nur nach Hogwarts. Und vielleicht auch mal in die Haut einer Amazone aus Wonder Woman schlüpfen.

Mit welcher Person (tot oder lebendig) würdest du gerne mal einen ganzen Tag verbringen, wenn du könntest, und warum?
Diese Frage kann ich gar nicht beantworten, weil es da so viele und gleichzeitig niemand bestimmtes gibt. Von verstorbenen Familienmitgliedern bis hin zu Künstlern und Menschen, die ich in irgendeiner Form bewundere, wäre hier alles dabei.




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